Vorlesewettbewerb der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereines des Deutschen Buchhandels


Im. Dezember fand die erste Runde des Vorlesewettbewerbs an der Leimbachtalschule Dielheim statt. Der Wettbewerb jährt sich dieses Jahr zum sechzigsten Mal und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben.
Die Schüler der Klassenstufe 6 arbeiten passenderweise dieses Jahr an einer Buchpräsentation, die die Arbeit mit einer selbstgewählten Lektüre beinhaltet und somit die perfekte Grundlage schuf um eine Textstelle aus der eigenen Lektüre auszuwählen und vorzubereiten. Zunächst wurden je drei Klassensieger aus den beiden Klassen der Stufe 6 durch die Deutschlehrkräfte ermittelt und durften sich vor einem großen Publikum in der ersten Runde präsentieren.
Den Vorentscheid in den einzelnen Klassen konnten Tara Ilka, Lynn Rausch, Adrian Lörsch, Fabian Buser, Mattis Kammer und Sinjo Richter durch sicheres Lesen und exzellente Betonung ihrer Textstelle für sich entscheiden.
Eröffnet wurde der Wettbewerb von der Vorjahressiegerin Tabea Weisbarth, die gekonnt und sehr ansprechend eine Textstelle aus ihrem Buch „Die Duftapotheke“ vortrug. Sie durfte dann diesmal mit in die schulische Jury.
Als besonderes Jurymitglied durften wir in diesem Jahr auch Uwe Dörner begrüßen. Der Buchhändler und vielmaliges Jurymitglied der Regionalentscheide, ließ es sich nicht nehmen unserer Einladung zu folgen. Er nutze die Pause zwischen den beiden Abschnitten des Wettbewerbs um über derzeit besonders beliebte Jugendbücher zu berichten.
Die sechs Klassensieger präsentierten vor ca. 100 Kindern und deren Lehrkräften eine kurze Einführung und Vorstellung ihres Buches und eine Einordnung der Textstelle in den Gesamtzusammenhang. Daraufhin trugen sie die selbst ausgesuchten Textpassagen vor und hatten drei Minuten Zeit diese so ansprechend und sicher wie möglich vorzutragen. Im weiteren Verlauf wurde der Schwierigkeitsgrad erhöht und ein den Schüler/innen unbekannter Fremdtext musste vorgetragen werden. Hierfür waren zwei Minuten veranschlagt. Auch hierbei war der Fokus der Jury (Rektor Patrick Merz, Schulbibliotheksleiterin Gillian Herrmann, Deutschlehrkräfte Birgit Appenzeller, Marius Keilbach, Uwe Dörner von der Buchhandlung Dörner sowie die Schulsiegerin des Vorjahres Tabea Weisbarth) auf das Lesetempo, die deutliche Aussprache und die sprachliche Gestaltung des vorgelesenen Textes gerichtet.
Nachdem die Schüler/innen diese Riesenaufgabe bewältigt hatten, war es an der Zeit einen Sieger zu küren. Die Zuhörer aus den Klassenstufen 5 hatten fleißig in ihren Bewertungsbögen Punkte eingetragen um die Jury bei ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen. Nach der Auszählung der Punkte und einer intensiven Beratung wurde eine Entscheidung gefällt, die knapper nicht hätte sein können. Am Ende konnte Lynn Rausch als Schulsiegerin ermittelt werden. In Kürze wird Lynn erfahren an welchem Datum der Regionalentscheid in Walldorf stattfinden wird, wo sie sich mit anderen Schulsiegern messen darf.
Herzliche Glückwünsche an alle Teilnehmer, die für ihren großen Mut und ihre Leseleistung einen Buchgutschein von Uwe Dörner erhielten.
Die ganze Schule drückt Lynn für den Regionalentscheid in Walldorf die Daumen und wir hoffen, dass ihr Weg nach dem Bezirksentscheid weitergeht.

Zweitklässler nahmen am Bundesweiten Vorlesetag teil


Am 15.11.2019 nahmen am Bundesweiten Vorlesetag der Stiftung lesen über eine halbe Million Menschen teil. Auch unsere Zweitklässler waren mit ihren Klassenlehrerinnen dabei.

Unter dem diesjährigen Jahresmotto „Sport und Bewegung“ wählten die Klassenlehrerinnen aus der Literaturliste das Buch „Trudel Gedudel purzelt vom Zaun“ aus. In kleinen Gruppen erfuhren die Kinder von der Henne Trudel Gedudel, die zusammen mit der Möwe Gräten-Käthe, der Ratte Herr Klautermann und den Strandkrabben Siegfried und Roy ein spannendes Abenteuer erlebt.

Die Zweitklässler hatten ihren Spaß am lebendigen Lesevortrag und hörten gebannt zu: Sie lachten mit, waren betroffen und zum Schluss erleichtert.

Auch im anschließenden Sportunterricht wurde die Geschichte aufgegriffen. In den Kleingruppen durfte möglichst realitätsgetreu mit entsprechenden Bewegungen und Stimmeinsatz das „Hennenfangen“ gespielt werden. Auch dabei hatten die Kinder sichtlich ihre Freude.

Haben mehr als 1400 Umzugskartons gepackt


Dielheim. Das größte Bauprojekt in der Geschichte der Gemeinde Dielheim ist die Kernsanierung der Leimbachtalschule. Die Maßnahme soll wahrscheinlich zwölf Millionen Euro kosten. Für die Miete der Container werden noch einmal 2,5 Millionen Euro berechnet. In diesen Containern werden aktuell 440 Schüler von 35 Lehrern unterrichtet. Die BAZ sprach mit Konrektorin Beate Ringel über den Umzug in die Container und über ihre Wünsche für das neue Schulgebäude.

Wann wurde bekannt gegeben, dass durch die Sanierung ein Umzug in die Container notwendig ist?

Mit dem Moment der Entscheidung, dass die Schule kernsaniert wird, aber nicht neu gebaut, war klar, dass ein Ausweichquartier notwendig ist. Im Laufe der Zeit wurde dann auch deutlich, dass ein Umbau im laufenden Betrieb nicht möglich ist, so dass die Komplettauslagerung anstand. Durch die Menge an Räumen, hat sich die Gemeinde entschlossen, den Unterricht in Technik, NWT(Naturwissenschaft und Technik) und – wenn es um die Küchenbenutzung geht – AES (Alltagskultur, Ernährung, Soziales) nach Rauenberg auszulagern, um die dort noch vorhandenen Räumlichkeiten zu nutzen. Das heißt, es pendeln regelmäßig SchülerInnen mit den entsprechenden begleitenden Lehrern nach Rauenberg und nutzen dort die Küche und den Technikraum. Der Umzug war lange geplant, intensivierte sich dann im letzten Jahr und wurde dann aber doch durch viele Kleinigkeiten eine intensive Vorbereitungszeit.

Wie schwer fiel der Umzug in die Container und wie war die Reaktion der Schüler?

Wir haben sehr früh mit der Gemeinde geklärt, was wir an Raumbedarf haben, was weitmöglichst auch berücksichtigt wurde. Gleichzeitig haben wir uns soweit als möglich auch eingeschränkt, denn es war klar, dass die Umbauzeit auch eine Kompromisszeit werden wird. Die Kollegen haben sehr frühzeitig begonnen, auszusortieren und zu packen – wobei die letzte Woche vor den Herbstferien schon die Mammutwoche wurde. Insgesamt wurden mehr als 1400 Umzugskarton gepackt und beschriftet. Hier sind wir sehr dankbar, dass durch das große Engagement der Lehrkräfte beim „Zupacken“ und Umsetzen des Umzugs dieser letztendlich erst möglich wurde. Geholfen hat hier auch die effektive Zusammenarbeit mit der Umzugsfirma und den Ansprechpartnern bei der Gemeinde. Die Schüler selbst fanden es eher spannend, diesen Umzug zu begleiten, zu packen und teilweise auch ihre persönlichen Dinge in den bereits stehenden Containerbau umzuziehen, bzw. am ersten Tag nach den Herbstferien ihr Zimmer wieder zu IHREM Zimmer werden zu lassen. Die Grundschulkollegen, aber auch viele Sekundarstufenkollegen hatten bereits in den Ferien vieles vorgerichtet und die neuen Zimmer vorbereitet.

Muss man sich in den Containern von nun an mit dem Unterrichten einschränken? 

Die Räumlichkeiten der GS sind etwas beengter, aber durch den Zuschnitt der Container ist es machbar, Gewohntes auch hier stattfinden zu lassen. Fachräume werden fast alle mit einem anderen Fachbereich geteilt, was etwas mehr Absprachen fordert. Im Moment genießen wir es noch, dass wir für das kommende Jahr Klassenzimmer für mindestens 2 neue Klassen vorhalten, die als Ausweichräume genutzt werden können. Nächstes Schuljahr wird alles etwas enger zugehen. Eines bleibt aber gleich: Es gibt weiterhin guten Unterricht.

Gab es während des Umzugs auch Zeit zum Ausmisten?

Ausgemistet haben wir bereits heftig im Vorfeld und noch einmal sehr intensiv beim Packen. Der eine oder andere Wert- und Abfallcontainer wurde dadurch gefüllt.

Was wünschen Sie sich für das neue Schulgebäude?

Wir freuen uns auf ein helles, neu geordnetes Schulgebäude, was den pädagogischen Anforderungen besser gerecht wird, als das alte, das medial ganz anders ausgestattet sein wird, so dass wir auch hier auf neuerem Stand unterrichten können und das neben Klassenzimmern in passender Größe auch Intensivräume, die für die Arbeit der Gemeinschaftsschule notwendig sind, zur Verfügung stehen.

Wann können Sie die neuen Räume beziehen?

Geplant ist ein Bauzeitraum von 2 Jahren. Wir sind optimistisch.

Auszug aus der BAZ-Ausgabe 6310 (Christina Rink)

Sparkasse unterstützt Leimbachtalschule


Die Erstklässler und Erstklässlerinnen der Leimbachtalschule sind sich einig: Kapla-Steine müssen in jedes Klassenzimmer! Denn die kleinen Holzplättchen haben es in sich. Mit ihnen lassen sich Türme, Häuser, Brücken und viele weitere Bauideen verwirklichen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

In Schulen und Kindergärten werden die kleinen Holzplättchen sehr gerne und oft eingesetzt. Denn das gemeinsame Bauen und Konstruieren bereitet nicht nur viel Spaß, ganz nebenbei werden grundlegende Fähigkeiten trainiert: Das Bauen mit Kapla-Steinen wirkt sich positiv auf die Hand-Auge-Koordination und die Konzentration aus. Zusätzlich wird das räumliche und logische Denken gefördert. Auch die soziale Kompetenz wird gestärkt, indem die Kinder an gemeinsamen Projekten arbeiten. Ganz nebenbei werden physikalische Grundlagen auf spielerische Art und Weise vermittelt. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Kapla-Steine ständig im Einsatz sind. Nicht nur im Sachunterricht, sondern auch in kleinen und großen Pausen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler gerne damit.

Ein herzliches Dankeschön geht dabei an die Sparkasse Heidelberg, die uns die Kapla-Steine in großer Menge gesponsort hat.

Viele Kinderaugen wurden damit zum Strahlen gebracht. Mit großem Eifer, Fingerfertgkeit und Teamgeist sind die Kinder am Bauen. Und ganz nebenbei ist es auch gar nicht mehr schlimm, wenn man bei Regenwetter die große Pause im Klassenzimmer verbringen muss.

Schnuppertraining in der Leimbachtalschule


Grundschulaktionstag des BHV und der AOK

Auch in diesem Jahr war der TV Dielheim wieder mit großem Engagement beim diesjährigen AOK Grundschulaktionstag in Kooperation mit dem Badischen Handball Verband dabei.

An einem Freitag im Oktober durften die Kinder der 2. Klasse wieder an einem Handballschnuppertraining teilnehmen. Durchgeführt wurde es von den Trainern des TV Dielheims Seppl Heeger und Brigitte Stross.

In verschiedenen Trainings- und Spielsituationen übten die Kinder fangen, prellen und verschiedene Würfe. Auch Konditions- und Koordinationsübungen gehörten zum Programm.

Nicht nur die Begeisterung für den Handballsport, sondern auch Fairness im Spiel war ein wichtiges Thema. Für die Kinder war es ein toller Vormittag. Die Schülerinnen und Schüler hatten nicht nur viel Spaß sondern zeigten auch reges Interesse am Handballsport.

Die Schule sitzt auf gepackten Koffern


Die Dielheimer Leimbachtalschule zieht für zwei Jahre in Container – Nach den Herbstferien Unterricht im Übergangsdomizil

1071 Stühle, 296 Einzel- und 366 Doppeltische, 29 Lehrerpulte, 134 Schülerregale, aber auch 24 Computer, 15 Wandbildschirme und ein Laptop – Mobiliar, das die Inventarliste der Dielheimer Leimbachtalschule aufweist und das in diesen Tagen aus der „alten“ Schule ins Übergangsdomizil transportiert werden muss. Denn schon nach den Herbstferien wird dann in der Containerschule unterrichtet, die für die nächsten zwei Jahre den 440 Schülern und 35 Lehrern als Ersatz für das Schulgebäude dient, das saniert und für die Erfordernisse der Gemeinschaftsschule ertüchtigt wird. „Nach den Ferien geht es hier los, dann haben wir keinen Zutritt zum Schulhaus mehr“, sagt Rektor Patrick Merz. Deshalb, so Konrektorin Beate Ringel, „schaffen“ viele Kollegen „jetzt schon vieles vor“. Da gibt es einiges zu tun: „Wenn wir nicht unterrichten, rennen wir ständig mit dem Zollstock rum oder packen.“

Das größte Bauprojekt in der Geschichte der Gemeinde mit Kosten von voraussichtlich zwölf Millionen Euro für die Schule selbst sowie weiteren 2,5 Millionen für die Miete der Container des Ausweichquartiers bedeutet für alle Beteiligten eine logistische Herausforderung: „Die ersten hundert Kartons waren nach einer Woche weg“, sagt Beate Ringel, „inzwischen sind gut tausend im Umlauf“, ergänzt Rektor Merz. Jeder Karton wird mit der Nummer des alten und des neuen Zimmers versehen, damit alles am richtigen Platz landet. Ein Gutes hat die Packerei: „Das bietet Gelegenheit zum Ausmisten“, so die Konrektorin. In über fünfzig Jahren hat sich im alten Schulhaus dann doch einiges angesammelt, von dem man sich schweren Herzens, aber guten Gewissens trennen kann. „Das sind Sachen, an denen das Herz hängt, aber schulisch sind sie nicht mehr relevant“, sagt Merz. Und noch ein Mehrwert im neuen Domizil: Dank der großen Fenster ist es hell in den Räumen, man erhält eine zeitgemäße Infrastruktur mit Internetanschluss und WLAN. „Ich befürchte aber, dass es laut wird“, sagt der Rektor, denn nicht alle Räume sind lärmgedämmt. Trotzdem habe man im Vorfeld aus anderen Containerschulen „gute Eindrücke mitgenommen“.

Natürlich wird es Einschränkungen geben: Die jetzigen Klassenzimmer sind 72 Quadratmeter groß, die neuen nur 63. Ursprünglich hätten sie sogar noch kleiner sein sollen, „furchtbare, schmale Rechtecke, da kann man nicht unterrichten“, Gemeinderat und Verwaltung hätten aber dankenswerterweise rechtzeitig reagiert. Verschiedene Fächer müssen sich für die nächsten zwei Jahre einen Raum teilen: Musik und Kunst sind gemeinsam untergebracht, ebenso Biologie und Textiles Werken. „Wir wollen trotzdem einen qualitativ guten Unterricht machen“, verspricht Patrick Merz.

Eine Küche hat man nicht mehr zur Verfügung, hier hilft die Rauenberger Mannabergschule aus: donnerstags und freitags gehen Dielheimer Schüler für „AES“ (Alltagskultur, Ernährung, Soziales) und Technik je drei Stunden auf Reisen. Die Mensa wandert in die Kulturhalle, hier findet sich auch der Raum für die Kernzeit. Das Schwimmbad kann dagegen weiter genutzt werden: Im Schulhof, der zur Baustelle wird, soll ein Korridor freigehalten werden, damit die Schüler unbeschadet dorthin kommen. „Wir werden schauen, dass die Laufwege sicher sind“, kündigt der Rektor an.

Die Sicherheit der Schüler war auch ausschlaggebend, dass der Eingang zur Containerschule am Bolzplatz liegt und nicht an der Pestalozzistraße. Der neue „Pausenhof“ wird wahrscheinlich der Weg in Richtung Kelterhalle sein, vielleicht auch Teile des mit Spielgeräten ausgestatteten unteren Teils des Sportparks. Ansonsten wird sich vieles einspielen müssen: Wo ist der Bäcker? Wo können sich die Kinder, die mit dem Bus kommen, bis Schulbeginn aufhalten? Was passiert in verregneten Pausen? Auch ein Feueralarm will in der neuen Schule erst einmal geübt sein. Und das Lehrerzimmer ist zu klein, um darin eine Konferenz abzuhalten.

„Die Kleinen werden brauchen, bis sie angekommen sind, für die Großen ist es eher ein Abenteuer“, fasst Beate Ringel die Reaktionen der Schüler auf den Umzug zusammen. Rektor Merz spricht von einer „großen Herausforderung für das Kollegium“. Aber er freut sich auch schon darauf, wenn in zwei Jahren das alte Haus frisch saniert ist: „Ich bin in freudiger Erwartung.“

(RNZ vom 23.10, Armin Rössler)

Besuch aus Frankreich


(von Anton Ottmann) „Ich heiße Hugo, ich bin 12 Jahre alt, wohne in St. Nicolas du Port. Mein Lieblingsfach ist Sport, mein Lieblingsessen Pizza, meine Hobbys sind Videospiele und Fußball, ich bin lustig, meine Haare sind braun, ich habe Katzen.“ Das ist einer der Steckbriefe der 22 französischen Schülerinnen und Schüler des Collège St. Exépury, die der Leimbachtalschule in Dielheim einen zweitägigen Besuch abstatteten. Die Steckbriefe wurden in einem Buch zusammengestellt und mit Fotos und persönlichen Anmerkungen ansprechend gestaltet. Damit wollten sie bei den deutschen Schülern das Interesse wecken, die Urheber kennenzulernen, auch mit Aussagen wie: „Ich bin chaotisch und cool.“ Oder: „Ich bin sehr nett, ich bin nicht süß.“

Die Schüler im Alter von 12 und 13 Jahren wurden von ihrer Deutschlehrerin Emmanuelle Mageot, die perfekt und akzentfrei Deutsch spricht, begleitet. Mit dabei war die Französischlehrerin Geraldine Marizier, die in St. Nicolas eine Theaterklasse betreut, eine in ganz Frankreich große Besonderheit, und schließlich Alexandra Codani, die als studierte Lehrerin die mit Fachliteratur gut ausgestattete Schulbibliothek betreut und den Schülern bei der Recherche für Referate hilft.

Zum ersten Kennenlernen der Gemeinde Dielheim und der deutschen Freunde aus der achten Klasse, mussten die französischen Schüler, nach dem Besuch einer Unterrichtsstunde und dem gemeinsamen Essen in der Schulkantine, eine Stadtrallye bewältigen. Sie war von den Dielheimer Lehrerinnen Laura Käthner und Katrin Kümpel vorbereitet worden. Die kleinen Gruppen wurden jeweils von zwei deutschen Schülern begleitet, die ihnen zwar den Weg zeigten, aber nicht beim Lösen der Aufgaben helfen durften.

Unter anderem musste das Dielheimer Wappen gefunden und abgemalt, Fragen zur Kirche St. Cyriak, zum Leimbach, zum Theater im Bahnhof und zum St. Nicholas du Port Platz beantworten werden. So waren die Zuflüsse des Leimbachs zu suchen und das Schild, auf dem die Entfernung zur französischen Partnerstadt angegeben ist. Hauptaufgabe war hier, sich immer wieder untereinander zu verständigen, um das Ziel zu erreichen.

In der Zwischenzeit trafen sich deutsche und französische Lehrer in einem Klassenraum zum gemeinsamen „Kaffee und Kuchen“ – typisch deutsch und so vielen Franzosen nicht bekannt. Auch Bürgermeister Thomas Glasbrenner war gekommen, der sich eine Belebung der Partnerschaft mit St. Nicholas du Port wünscht. Er nahm die Gelegenheit war, um Myriam Dorner vom Dielheimer Partnerschaftsverein ausdrücklich zu danken, dass sie durch ihren Briefwechsel mit Emmanuelle Mageot die Schulkontakte angestoßen hatte.

Die ersten Eindrücke vom deutschen Schulalltag wurden lebhaft diskutiert. Deutsche Schüler zeigten viel mehr „Autonomie“ als französische, stellten Marizier und Codani anerkennend fest, im Unterricht werde sehr viel selbständig oder in Gruppen gearbeitet. Bemerkenswert sei auch, dass sich die die Schüler außerhalb des Unterrichts sehr frei bewegen können und kaum beaufsichtigt werden. In Frankreich sei es immer noch üblich, dass der Lehrer seinen Stoff vor der Klasse vortrage, und die Schüler würden in der Pause und auch beim Mittagessen von extra dafür ausgebildeten pädagogischen Kräften betreut und überwacht. Es sei bei ihnen undenkbar, Schüler ohne eine direkte Aufsicht auf eine Stadt-Rallye zu schicken. So sehr es ihnen auf der einen Seite gefiel, waren sie doch etwas schockiert über den in ihren Augen herrschenden Mangel an Disziplin.

So richtig warm wurden beide Schülergruppen dann am späten Nachmittag beim gemeinsamen Fußballspiel, bei Kennenlern- und Gesellschaftsspielen und der gemeinsamen Zubereitung des Nachtessens mit Salat, Maultaschen und „Mousse au Chocolat“. Bei der gemeinsamen Übernachtung in der Kulturhalle, bei der auch die Französischschüler aus der siebten und neunten Klasse teilnehmen durften, fielen die letzten Sprachbarrieren. Wenn es mit Deutsch oder Französisch nicht weiterging, dann vielleicht auf Englisch – störend waren hier nur noch aufsichtführenden deutschen und französischen Lehrer.

Nach dem gemeinsamen Besuch von Heidelberg fiel der Abschied am nächsten Tag doch recht schwer und man freut sich heute schon auf das nächste Treffen. Vielleicht in St. Nicholas du Port, oder schon etwas früher im Internet.

 

Das Schulsystem in Frankreich

Das „Collège“ ist die für alle verpflichtende vierjährige Sekundarschule – nach der fünfjährigen „Ecole Elémentaire“ und vor dem dreijährigen „Lycée“ mit Abschluss baccalauréat (Abitur). In der Regel sind die Schüler beim Eintritt 12 Jahre alt. Wie alle öffentlichen Schulen ist auch diese eine Ganztagsschule und kann mit dem „Brevet“, einem mittleren Bildungsabschluss beendet werden. Die Klassenbezeichnungen sind anders als in Deutschland: Gestartet wird im Collège mit der sechsten Klasse, es folgen die fünfte, vierte und dritte. Mit Ausnahme des freien Mittwochnachmittags werden von Montag bis Freitag morgens vier Stunden mit jeweils 55 Minuten und nachmittags drei Stunden mit jeweils 55 Minuten unterrichtet. Die Mittagspause beträgt, von Schule zu Schule unterschiedlich, zwischen ein und zwei Stunden. Ausnahmslos alle Schulen bieten ein Mittagessen an. Ein Lehrer unterrichtet jeweils nur ein Fach und die Schülerinnen und Schüler kommen in seinen Unterrichtsraum.

Wandmalerei


(von Anton Ottmann) Die Klasse 8.2 präsentierte in der Leimbachtalschule ihre neu gestaltete Lernecke im Keller. Hier hatten sie mit ihrer Klassenlehrerin Isabelle Brenecke und der Schulsozialarbeiterin Petra Maier, die mit Rat und Tat zur Seite stand, fleißig gearbeitet. Die Firma FachWerk hatte die Farben und Pinsel zur Verfügung gestellt.

Doch zuerst musste die Wand ganz in Weiß gestrichen und die Skizzen zum Thema angefertigt werden. Unter dem Motto „Angebote für dich und mich“ durften die Schülerinnen und Schüler kreativ werden und zeigen, wie so ein Angebot aussehen könnte: Vielleicht „Ich schenke dir eine Rose“ oder „Ich bin schön, aber stachelig“.

“Ich lache wie ein Clown, obwohl es mir nicht zum Lachen ist“ oder „Komm, lass uns lustig sein!“ Auch, wenn die Wandmalerei bald dem m Baubetrieb zum Opfer fällt, es ist auf jeden Fall eine gelungene Aktion und ein Ansporn für weitere Ideen im sanierten Bau.

Abschlussfeier der 4. Klassen


Ist alles, was anders ist, erstmal gefährlich? Wie begegne ich Fremden? Fragen, die die Figuren in Rotasia und sicher auch die Kinder im wirklichen Leben auf vielfältige Weise beschäftigen.
In Rotasia sehen alle genau gleich aus und jeder Bewohner weiß, dass es außer Rotasia kein anderes Land auf der Welt gibt. Als Prinz Shadi dann ein Buch über „die Länder der Welt“ findet, sind alle überzeugt, dass das ein Märchenbuch sein muss. Gegen den Widerstand seiner Freunde und allen Warnungen zum Trotz bricht er auf, um „Fremde“ zu finden- und verfällt beim ersten Anblick der Bunten aus lauter Unsicherheit in überhebliches und spöttisches Verhalten. Aber dank der königlichen Hofleibwächter, die in letzter Minute mit ihren „Ratschlägen“ auftauchen, nimmt die Geschichte doch ein gutes Ende.
Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen brachten unter der Leitung der Klassenlehrerinnen Anke Schmittinger und Aysel Bektas und Mitwirkung der pädagogischen Assistentin Gill Herrmann, die einen großen Beitrag zur Entstehung des Stückes leistete, ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Stück auf die Bühne. Unterstützt vom Chor zeigten die Kinder ihr schauspielerisches Talent.
Rektor Merz wünschte in seiner abschließenden Rede den Kindern der Abschlussklassen „alles erdenklich Gute“. „Der heutige Schritt“, so Merz an die Adresse der Eltern, „bringt zwar Neues mit sich, ist aber nicht wegweisend für die Zukunft der Kinder.“ Merz wies insbesondere darauf hin, dass damit nicht bereits der nächste Schulabschluss festgelegt wird. „Dafür“, so Merz weiter, „wird das Leben eines jungen Menschen noch viel zu viele Veränderungen mit sich bringen.“ „Zudem bieten viele verschiedene schulische Wege immer die Möglichkeit einen weiteren hochwertigeren Abschluss zu erreichen.“
Die Aufführung der Viertklässler war ein gelungener Abschluss zum Schuljahresende.

Abschlussfeier der 9. und 10. Klasse


Die letzten Klassen verlassen die Werkrealschule

(von Anton Ottmann) Mit der Entlassfeier der neunten und zehnten Klasse der Werkrealschule, die eine mit dem Hauptschulabschluss, die andere mit der Mittleren Reife, ging dieses Jahr in der Leimbachtalschule in Dielheim eine Ära zu Ende. In Zukunft werden alle Schüler, unabhängig davon, ob sie den Hauptschulabschluss, die Mittlere Reife oder das Abitur anstreben, gemeinsam unterrichtet. Dies bedeutet, dass im nächsten Jahr in der neuen Schulart Neuntklässler die Schule mit dem Hauptschulabschluss verlassen.

Feierlich ging es zu bei der diesjährigen Abschlussfeier in der Dielheimer Kulturhalle. Die jungen Damen und Herren zogen paarweise und elegant gekleidet zu Musikklängen den Mittelgang hindurch, an den wartenden Eltern, Lehrern und Freunden vorbei. zur Bühne, um dort mit einem Disco-Fox die Veranstaltung zu eröffnen. Gekonnt führten danach die Schüler Aaron Freck, Sinja Schill, Egzona Gavrani und Emily Guzik durch das bunte Programm mit den Festansprachen, Schülervorführungen und der Zeugnis- und Preisvergabe.

Bürgermeister Thomas Glasbrenner betonte in seiner Ansprache die Bedeutung einer guten Schulbildung, nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für die Gemeinde, denn sie brauche junge Menschen, die ihre Talente vor Ort einbringen. Diese werde an der Leimbachtalschule vermittelt, die sich einen guten Ruf erworben habe. Dafür sprach er dem Lehrerkollegium seine Anerkennung aus.

Für Glasbrenner stellt der erfolgreiche Schulabschluss zugleich der Beginn eines neuen Weges, „ein Sprung in fremde Gewässer“ dar. Diese Schüler kämen entweder in eine „höhere Ausbildungsliga“ oder würden eine Berufsausbildung beginnen. Dies bedeute: „Neue Wettkämpfe, andere Trainer und neue Regeln“. Mit dem Wissen und den Fähigkeiten, die ihnen an der Dielheimer Schule vermittelt wurden, hätten sie aber eine gute Ausgangsbasis.

Dazu erfuhr man von Schulleiter Patrick Merz Genaueres: Sechs Schüler der neunten Klasse werden direkt in eine Berufliche Ausbildung wechseln, einige hätten „das Ticket für die zweijährige Berufsfachschulen“ gelöst. Zwei Schüler der zehnten Klassen hätten die Aufnahme in die beruflichen Gymnasien geschafft, andere würden ebenfalls eine Berufsausbildung aufnehmen, einige wären sich noch nicht ganz schlüssig, wie es weitergehen solle.

„Unsere Schüler aus der Tom-Mutters-Schule werden das nächste Jahr in der Stammschule in Wiesloch verbringen und dann die Weichen für die kommende Zeit stellen.“ Merz erinnerte an die Kooperation mit einer Außenklasse der sonderpädagogischen Schule der Lebenshilfe, die sehr fruchtbar für beide Seiten gewesen sei. Im kommenden Schuljahr käme diese wegen des Umbaus leider nicht zustande.

„Schule ist mehr als nur Bildung und das Füttern mit Zahlen, Daten und Wissen“, gab Merz den Entlassschülern mit auf den Weg. Ihr gehe es besonders darum, Menschen Werte zu vermitteln, Persönlichkeit zu stärken und Kompetenzen zu entwickeln. Respekt sei zudem ein ganz zentrales Element des Miteinanders ganz unterschiedlicher Menschen, auch aus anderen Ländern, mit anderer Hauptfarbe und Religion.

Es wurden noch eine ganze Reihe weiterer Abschiedsreden gehalten, zum Teil ernsthaft ermunternd, zum Teil humorvoll oder berührend, dass so manche Abschiedsträne floss. Die Elternbeiratsvorsitzende Ines Seidel meinte: „Verliert nicht eure Motivation und eure Neugier auf Neues, denn es ist euer Leben und dieses gilt es zu meistern.“ Cornelia Fuchs, Klassenlehrerin der Neunten, wandte sich direkt an ihre Schüler und bedankte sich dafür, dass sie in den letzten zwei Jahren, trotz „vieler Flausen im Kopf“ doch zu 100 prozentig zuverlässig waren. Die Klassenlehrerin der zehnten Klasse Ute Sendner beschrieb die Veränderungen, die die Werkrealschule gegenüber der Hauptschule gebracht habe und welche Schwierigkeiten die Lehrer hatten, Inhalte einer Schulart zu vermitteln, auf die sie im Studium nicht vorbereitet worden waren. Etwas wehmütig verabschiedeten sich Birgit Schlindwein und Odette Kersieg, die Lehrerinnen der Tom-Mutters-Schule, von Dielheim und erinnerten an die vielen gemeinsamen Unternehmungen, die die Schüler mit und ohne Handicap zueinander finden ließen. „Wir durften erfahren, dass uns diese Unterschiedlichkeit nicht trennen muss, sondern eine Bereicherung für unser Leben sein kann.“

Nach der Übergabe der Zeugnisse und Auszeichnungen beendeten die Schüler mit einem gemeinsamen Line-Dance und mit „ihrem“ Lied „Wenn es nicht läuft wie gewohnt, es wird gut, sowieso“ das offizielle Programm, und man konnte den Abend mit einem Buffet, Musik und vielen Gesprächen gemütlich ausklingen lassen.

Klasse 9: Buchpreis: Finja Hell, Lob: Maurice Hahn, Mick Heyne, Leon Klefenz, Henrik Weller, Maria Gaus, Sinja Schill

Klasse 10: Buchpreis: Niklas Ruwe, Simon Hartmann

Foto: R. Pfeiffer