Vier Corona-Antigenselbsttests für Schüler und Lehrer


Zum Start des neuen Schuljahrs Mitte September erhalten Schüler und Lehrer an den Schulen in Baden-Württemberg vorerst zunächst vier Corona-Schnelltests ausgehändigt. Dies teilte das Sozialministerium am Dienstag in Stuttgart mit. Auch für das Personal in Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege sowie Kinder in Kinderkrippen, in Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege werden die gleiche Anzahl der Antigenselbsttests bereitgestellt.

Ein Sprecher des Ministeriums sagte, die Einrichtungen bekämen die Tests vom Land geliefert und entschieden dann selber über den Zeitpunkt der Ausgabe. Die Tests seien für solche Fälle gedacht, bei denen es Unklarheit oder leichte Symptome gebe. Die Teststrategie des Landes werde immer der jeweiligen Lage angepasst.

Besonders vulnerable Schülerinnen und Schüler sowie das Personal in Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) sollen laut Mitteilung nach den Ferien verpflichtend zweimal wöchentlich auf das Coronavirus getestet werden.

 

Quelle: dpa vom 16.08.2022

Sicher im Hafen angekommen


Abschlussfeier der 9. und 10. Klasse an der Leimbachtalschule

Nach 2 Jahren Corona-Pandemie konnte in der Dielheimer Kulturhalle nun endlich wieder eine Abschlussfeier unter „normalen“ Bedingungen stattfinden. 36 SchülerInnen aus den Klassen 9 und 10 der Leimbachtalschule haben an diesem feierlichen Abend ihr Haupt- bzw. Realschulabschlusszeugnis von Rektor Patrick Merz überreicht bekommen.

 

„Leinen los und mit der MS Leimbachtalschule ab auf große Reise“, so beschrieb Rektor Patrick Merz den Start der jetzigen Schulabgänger an der Gemeinschaftsschule Dielheim.

„Das eine Reise nicht nur „Liegestuhl“ und „Sonnenwärme“ bedeuted, war allen klar“, so Merz. „Es gab Feste, Freizeit, Landgänge und auch mal ein Dinner, aber auch Anpacken und teils große Anstrengung waren angesagt“.

 

Nach einem fulminanten Einmarsch der SchülerInnen und der charmanten Begrüßung durch das Moderatorenteam der Abschlussklassen Mia Maximowski, Chiara Bender, Alessia Lassandro und Samet Bilgin richteten sowohl Bürgermeister Thomas Glasbrenner, Rektor Patrick Merz und Elternbeiratsvorsitzender Maurice Swoboda ihre Wünsche an die drei Klassen.

Swoboda mahnte in seiner Rede trotz der immer wichtiger werdenden Digitalisierung, nicht den zwischenmenschlichen Dialog mit -und untereinander zu vergessen. „Die persönliche Kommunikation bleibt das Wichtigste“, so Swoboda.

 

Bürgermeister Thomas Glasbrenner beglückwünschte die Schülerinnen und Schüler ebenfalls zum erfolgreichen Abschluss und hob hervor, dass die Gemeinde Dielheim mit der Leimbachtalschule hervorragende Bedingungen für einen guten Haupt-, wie Realschulabschluss bieten. „Mit dem neuen Gebäude, dass euch nur zur Verfügung steht, wurde dies nochmals optimiert und bietet eine optimale Lernumgebung “, so Glasbrenner in seiner Rede. Zudem werden etliche Schulabgänger nun den Weg in den beruflichen Gymnasien weiter gehen.

Es wurden noch eine ganze Reihe weiterer Abschiedsreden gehalten, zum Teil ernsthaft ermunternd, zum Teil humorvoll oder berührend, dass so manche Abschiedsträne floss.

 

Die Stimmung wurde dann wieder mit der Tanzeinlage zum Song „Happy“ angeheizt, es wurde zu einem Quiz mit Babybildern der Schülerinnen und Schüler und auch Lehrkräfte geraten und gelacht.

Die Übergabe der Abschlusszeugnisse stellten natürlich das Highlight des Abends dar. Klassenlehrerinnen Bianca Engelsberger, Linda Langer (je Klasse 9) und Alicia Bugla (Klasse 10) übergaben mit Rektor Merz voller Stolz und Respekt den „Passierschein“ fürs Leben.

Dass dabei gleich so viele Preise und Belobigungen herauskamen, spricht für die Qualität der Schule. Lisa-Maria Schweickert, Leonie Freck, Alessia Lassandro, Leni-Marie Burmester, Selina Zrnic und Mia Maximovski erhielten jeweils ein Lob für ihren Abschluss. Einen Preis zum Abschluss der Mittleren Reife erhielten Tia Heyne und Lena Merz.

„Wir lassen euch heute mit einem guten Gefühl an eurem Zielhafen aussteigen. Fast jeder von euch hat einen klaren Plan, wie es weiter geht, hat auf einem anderen, neuen Schiff angeheuert“, so Merz zum Abschluss.

 

Die SchülerInnen beendeten den Abend gemeinsamen mit dem Lied von Tim Bendzko „auch wenn wir schon weit gekommen sind – wir gehen immer weiter hoch hinaus“ das offizielle Programm und man konnte den Abend mit einem Buffet, Musik und vielen Gesprächen gemütlich ausklingen lassen.

Text Leimbachtalschule Dielheim, Fotos Helmut Pfeiffer

Gemeinsam Klettern – nur zusammen können wir es schaffen


Kletter-Schnupper-Kurs und Kooperationsspiele der Klassen 3

Am 18. und 20. Juli hieß es für die 3. Klässler: Nur zusammen können wir es schaffen!

Die Schülerinnen und Schüler durften sich in der vorletzten Schulwoche vor den Ferien an der Kletterwand in der Kelterhalle ausprobieren. Für manche war es eine gute Gelegenheit ihre Kletterkünste zu zeigen. Andere wiederum lernten sich zu überwinden. Es war aber auch eine Mut- und Vertrauensprobe an die Mitschüler, die sie gesichert und auf Kommando wieder heruntergeseilt haben. Mit guter Laune, großem Engagement und Know-How schenkte Markus Eberle, Kletterlehrer beim Deutschen Alpenverein Sektion Heidelberg, den Grundschülern erlebnisreiche Stunden an der Kletterwand.

Bei den Kooperationsspielen mit Schulsozialarbeiterin Petra Maier und den zwei 8. Klässlern Stefano und Noah, die die Kooperationsspiele unterstützen und leiteten, mussten die Kinder ihren Teamgeist unter Beweis stellen. Nicht immer gelang es auf Anhieb und es wurde deutlich, dass alle im Team an einem Strang ziehen müssen, um bei den Spielen erfolgreich zu sein. Die SchülerInnen lernten spielerisch auf den anderen einzugehen, zu vertrauen, miteinander zu kommunizieren und ernst zu nehmen. Dabei ist es wichtig, dass man auch Fehler machen darf, aus denen man lernt und beim nächsten Versuch umgeht.

Es waren sehr gelungene Tage, an denen deutlich wurde, wie wichtig jeder Einzelne für die Klassengemeinschaft ist und dass es viel Geduld, Anstrengungs- und Kooperationsbereit-schaft erfordert, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen.

Vilen Dank an Petra Maier, Stefano, Noah und Markus Eberle für die erlebnisreichen Tage!

Klimaschutz als Unterrichtsthema


Im Juni und Juli 2022 stand bei den beiden dritten Klassen der Leimbachtalschule Dielheim das Thema Klima und Klimaschutz auf dem Programm.

Zuerst führten die Klassen zwei Projekteinheiten zum Thema “Energie- und Klimaschutz am Beispiel Strom” in Zusammenarbeit mit der KLIBA durch, bei der es sich um eine unabhängige, regionale Klimaschutz- und Energieberatungsagentur handelt.

Die Schülerinnen und Schüler erfuhren hierbei unter anderem, inwiefern unser Energieverbrauch mit dem Klimawandel zusammenhängt und welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen, um ihren eigenen Alltag klimafreundlicher zu gestalten.

Sie brachten hierfür verschiedene elektrische Geräte von Zuhause mit, deren Energieverbrauch sie mithilfe von Strommessgeräten überprüfen konnten. Von der elektrischen Zahnbürste über den Fön, die Nachttischlampe bis hin zum Laptop wurde dabei alles ganz genau untersucht.

Anhand einiger Praxisbeispiele lernten die Kinder darüber hinaus verschiedene Möglichkeiten der alternativen Energiegewinnung kennen. Unter anderem wurden Spielzeugautos durch Solarenergie betrieben sowie das Wasser aus dem Wasserhahn dazu genutzt, ein selbstgebautes Wasserrad anzutreiben. Noch dazu durften die Kinder ihre eigene Muskelkraft einsetzen, um anhand eines Stromgenerators selbst Strom zu erzeugen.

Herr Boeke, der Mitarbeiter der KLIBA, stand den Schülerinnen und Schülern jederzeit für ihre zahlreichen Fragen zur Verfügung und brachte ihnen das komplexe Thema anhand von alltagsnahen Anschauungsmaterialien und interessanten Praxisbeispielen näher.

Auch Bürgermeister Thomas Glasbrenner stattete der Schule im Zuge dieser Einheit einen Besuch ab. Denn die Schülerinnen und Schüler durften, passend zur Themeneinheit, zudem eigene Ideen für das Logo der Klimaschutz Werkstatt Dielheim gestalten und ihre Vorschläge bei der Gemeinde Dielheim einreichen.

Des Weiteren wurde es den Klassen von der Gemeinde ermöglicht, zum Abschluss der Themeneinheit die Klima Arena in Sinsheim zu besuchen. Dort erkundete eine der beiden Klassen die Ausstellung der Klima Arena in Form einer Klima-Rallye genauer, bei der es zahlreiche spannende Rätsel und Aufgaben zu lösen galt.

Die Kinder der anderen Klasse waren währenddessen als Papierforscher unterwegs und setzten sich mit dem Thema Ressourcenschutz im Rahmen eines Papier-Workshops auseinander. Dort lernten sie unter anderem den „Klopapier-Baum“ kennen und konnten die Herstellung von Papier durch unterschiedliche Aktivitäten, wie zum Beispiel dem Abfeilen eines Baumstammes, kennenlernen.

Im Anschluss konnten die Schülerinnen und Schüler den Außen- und Innenbereich der Klima Arena selbständig erkunden und sich im interaktiven Exponat des „Gletschers“ damit befassen, wie die Erde sich in Zukunft verändern könnte, wenn wir nicht rechtzeitig handeln und uns um den Klimaschutz bemühen.

Am Ende des Tages gingen viele Kinder nach Hause und suchten auf ihren Heften und Ordnern nach dem „blauen Engel“, der umweltschonend produzierte Produkte kennzeichnet.

Die gesamte Themeneinheit konnte einen nachhaltigen Eindruck auf die Schülerinnen und Schüler hinterlassen und ihnen den Gedanken nahebringen, dass Klimaschutz nicht nur etwas für die Politik ist, sondern jeder Einzelne von uns bereits einen entscheidenden Beitrag dazu leisten kann.

 

Zu Besuch bei den Adlern Mannheim


Sport verbindet und gemeinsame Erlebnisse stärken die Klassengemeinschaft!

Unter diesem Motto unternahm die Klasse 6.1 der Leimbachtalschule mit ihrer Klassenlehrerin Tamara Link und Mathelehrer Patrick Merz Anfang Juli einen Ausflug zu der renommierten Eishockeymannschaft der Adler Mannheim. Das Team ist nicht nur bekannt für Profisport auf Spitzenniveau im Rhein-Neckar-Kreis, sondern zählt auch zu den besten Mannschaften der Deutschen Eishockey Liga.

Mit dem 9€-Ticket ging es mit der Deutschen Bahn vom Bahnhof in Wiesloch-Walldorf zur SAP-Arena in Mannheim. Mit dabei waren auch unsere neuen MitschülerInnen aus der Ukraine.

Das Schul-Event wurde in Kooperation mit der AOK ermöglicht. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde bekam die Klasse eine Führung durch die SAP-Arena und konnte dabei besondere Einblicke erlangen. Zunächst erklärten die Mitarbeiter, für welche Sportarten und Events diese Multifunktionsarena genutzt werden kann. Die Kinder konnten von den unteren und oberen Sitzplätzen auf das Spielfeld schauen und durften es auch selbst betreten. Im weiteren Verlauf der Führung erhielt die Klasse Zutritt zur exklusiven VIP-Lounge und konnte in der Fan Bar die gesammelten Trikots und Pokale der Rhein-Neckar-Löwen und der Adler Mannheim betrachten.

Darauf folgte das Highlight des Tages: Die Kinder durften die Kabine der Jungadler betreten und trafen dort persönlich Youri Ziffzer, ehemaliger Profi bei den Adlern und heutiger Teamleiter, dem sie Fragen rund um den Sport und das Leben als Profisportler stellen konnten.

Am Ende der Führung wurde eine Präsentation auf dem Videowürfel in der Arena über die die Mannschaft und den Eishockeysport gezeigt. Nach der informativen Führung folgte nun der praktische Teil: Die Kinder hatten die Möglichkeit zu einem Reaktionstraining und konnten in kleinen Teams beim Torwandschießen erste Erfahrungen im Umgang mit Eishockeyschläger und Puck sammeln. Da eine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht nur für Sportler, sondern auch für junge, heranwachsende Menschen besonders wichtig ist, erhielten die Kinder nach dem Training einige Ernährungsimpulse und wurden anschaulich darüber aufgeklärt, wie viele Zuckerwürfel sich in welchen Lebensmitteln verstecken.

Bei einem abschließenden Quiz erreichte Leo Schäffner das beste Klassenergebnis und darf sich nun über den Gewinn, einen Schal der Adler Mannheim, freuen.

Der Klassenausflug endete mit einem gemeinsamen Mittagessen in der SAP-Arena, bei dem die Eindrücke des Tages munter ausgetauscht wurden. Bevor es mit der Bahn wieder zurück in Richtung Dielheim ging, bekam jeder zum Abschied einen original signierten Puck von einem Eishockeyspieler der Adler Mannheim geschenkt.

 

Präventionsteam der Polizei Wiesloch zu Besuch in Klasse 6


Mitte Mai 2022 konnten wir im Rahmen des Präventionscurriculums der Leimbachtalschule nach über zweijähriger Pause endlich wieder das Präventionsteam der Polizei Wiesloch an unserer Schule begrüßen.

Die Polizisten Herr Roßmann und Herr Weimer nahmen mit den Schülerinnen und Schülern der Klassen 6 das Thema „soziale Medien“ und auch „Mobbing“ in den Fokus. Gemeinsam wurden die Vor- und Nachteile von sozialen Medien gesammelt. Viele Schülerinnen und Schüler berichteten über ihren Umgang mit sozialen Medien sowie ihre tägliche Nutzungsdauer und schilderten verschiedene Erfahrungen.

Ein Kurzfilm über einen Jungen, der Mobbing über soziale Medien erfährt, machte deutlich, welche Problematik entstehen kann und ließ die Schülerinnen und Schüler erörtern, was ein Betroffener / eine Betroffene in einer solchen Situation tun kann: sich frühzeitig Hilfe holen, bei Lehrerinnen und Lehrern, bei Eltern oder Freunden.

Auch allgemeine Fragen zum Alltag der Polizei und zum Beruf des Polizisten / der Polizistin kamen nicht zu kurz.

Die eindrückliche Veranstaltung regte die Schülerinnen und Schüler merkbar zum Nachdenken und Reflektieren an. Wir bedanken uns bei Herrn Roßmann und Herrn Weimer für ihren Besuch und die Zusammenarbeit! Weitere Veranstaltungen in den höheren Klassen sind bereits geplant.

L.Käthner

Berufsorientierung kooperativ


Leimbachtalschule Dielheim, Parkringschule St. Leon-Rot, Friedrich-von-Schiller Schule Reilingen und Luise von Baden Schule in Neckargemünd ziehen an einem Strang

175 Achtklässlerinnen und Achtklässler der Leimbachtalschule Dielheim, der Parkringschule St. Leon-Rot, der Friedrich-von-Schiller Gemeinschaftsschule Reilingen und des SBBZ Luise von Baden in Neckargemünd durchliefen im Mai 2022 den „Schnupperkurs Berufe“ (ehemals „Berufeparcours“) der Jugendagentur Heidelberg. In diesem Parcours erprobten sich zuerst die Mädchen, danach die Jungen an 20 Stationen aus ganz unterschiedlichen Berufsfeldern. Schwerpunkt war hier, Einblicke in ganz verschiedenen beruflichen Bereichen zu erhalten. Elektromontage, Sanitär, Friseur, Medizin und Pflege, Gastronomie, kaufmännische Bereiche und vieles mehr. Es wurden Haare geflochten, Drähte gebogen und gelötet, Rechnungen ausgestellt, Ziegel geworfen, Werkzeuge bestimmt, Tische gedeckt und allerlei mehr.

Die Jugendagentur mit Gerd Schaufelberger und seinem Team stellt mit diesem Parcours die Kompetenzen der Jugendlichen auf die Probe. Was kann ich gut und wofür kann ich das später verwenden, wo liegen meine Interessen? Diese Fragen werden an den Stationen ganz praxisnah beantwortet. Anschließend bewerten die Schülerinnen und Schüler ihre Leistung selbst und entscheiden wie gut ihnen die jeweils erprobte Tätigkeit gefallen hat.

Während die Mädchengruppe den Schnupperkurs besuchte, belegten die Jug das breit gefächertes Workshop- Angebot. Auch hier durften die Jugendlichen in die Arbeitswelt hineinschnuppern: In einem Business-Benimmtraining und in einem Bewerbungstraining bekamen sie beispielsweise wertvolle Tipps und Strategien für einen erfolgreichen Start in den Beruf. Bewerbergespräche wurde simuliert, Einblicke in die Ausbildungs- oder Studienzeit gewährt. Die Eigeninitiative kam auch bei den Workshops nicht zu kurz: Die Schülerinnen und Schüler konnten selbst entscheiden, in welchen Gebieten sie sich weiterentwickeln möchten und wählten aus einem großen Angebot zwei Workshop-Themen für sich aus.

Angeboten wurden die Workshops von der Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar, der Handwerkskammer Mannheim, AOK Rhein-Neckar-Odenwald sowie der Sparkasse Heidelberg und der Arbeitsagentur Heidelberg.
Dank der engagierten Kooperationspartner und ganz besonders dank des außergewöhnlichen Zusammenwirkens der vier Schulen war dieser Tag der Berufsorientierung ein sehr gelungener Tag. Eine Aktion, die eine Schule alleine nicht stellen kann und nun wieder, nach zweijähriger Coronapause, in jedem Jahr an einem anderen Schulstandort weitergeführt wird. Wir werden die Entwicklung des „Schnupperkurses Berufe“ wieter vorantreiben. Hier gibt es gerade noch für uns Gemeinschaftsschulen viel Potential, um auch Studienfelder und weiterführende Gymnasien einzubinden. Da haben wir schon konkret Ideen, so Martin Ritz, der an der Leibachtalschule für die Berufs- und Studienorientierung zuständig ist.

„Meiner Meinung nach ist so was ziemlich hilfreich, denn so kriegt man mehr Einblicke in die verschiedenen Berufe und man kann sehen, wie man mit einer Ausbildung Karriere macht, wie man sich bei einem Vorstellungsgespräch verhalten und präsentieren“, so fasste es ein Schüler bei der Heimfahrt aus Neckargmünd zusammen. Ein Ansporn für die Schulen im nächsten Jahr, in dem der Schnupperkurs Berufe dann in Rot durchgeführt werden, wird.

 

Bundeswettbewerb Fremdsprachen


Erstmalige Teilnahme der Leimbachtalschule

Im Frühjahr 2022 hat die Leimbachtalschule Dielheim das erste Mal mit einer Lerngruppe in der Fremdsprache Französisch am renommierten Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen. In der Kategorie Team Schule können sich sprachbegeisterte Lerngruppen von Klasse 6 bis 10 aus allen Schularten auf Bundesebene messen. Es winken attraktive Preise – von Büchern in der Teilnahmesprache bis hin zu Eintrittskarten in den Europapark ist alles dabei. Dieser Fremdsprachenwettbewerb bietet eine hervorragende Möglichkeit, eine Sprache auf eine etwas andere Art zu lernen, im Alltag anzuwenden und sprachliche Begabung zu fördern. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – von geschriebenen Dramen, aufgenommenen Hörspielen oder selbst gedrehten Videos ist alles möglich solange das Thema in Verbindung zur französischen Sprache und Kultur steht.

 

Die erste Lerngruppe, die sich an der Leimbachtalschule für die Wettbewerbssprache Französisch angemeldet hat, setzt sich aus Schülerinnen und Schülern aus den beiden Klassen 9.1 und 9.2 zusammen, die mittlerweile im vierten Jahr Französisch als zweite Fremdsprache lernen. Bei ihrer Teilnahme am Fremdsprachenwettbewerb wurde die Lerngruppe von ihrer Französischlehrerin Tamara Link betreut, die das Projekt gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern schrittweise plante und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstütze.

 

Zunächst wurden verschiedene Themen rund um Frankreich an der Tafel gesammelt, die in einer demokratischen Abstimmung für das Thema “Les fausses nouvelles” mündete. Dahinter verbirgt sich der Gedanke, eine Nachrichtensendung über Fake News auf Französisch zu drehen, um andere Menschen auf die rasche Verbreitung von falschen Informationen in den Medien zu sensibilisieren.

Die Schlagzeilen der Nachrichtensendung sind spannend: In der Rubrik Politik fusionieren die Nachbarländer Deutschland und Frankreich plötzlich zum neuen Staat Francland, der Eiffelturm wird geklaut und in Saint-Tropez wird ein Alien gesichtet! In der Kategorie Gesundheit wird von einer neuartigen, gefährlichen Mutation des Coronavirus berichtet und in der Sportbranche verbreitet sich die Information, dass der berühmte französische Rennradfahrer Laurent Fignon lebensgefährlich verletzt wurde. Anschließend warnt der Wetterbericht vor einem klimawandelbedingten, neuartigen Phänomen in Paris, dem Schokoladenregen, wofür im darauf folgenden Werbespot ein außergewöhnlicher Regenschirm präsentiert wird, der die Schokotropfen auffängt und in köstliche Trinkschokolade verwandelt!

Diese kreativen und humorvollen Ideen mussten nun versprachlicht werden: Die Schülerinnen und Schüler recherchierten in Kleingruppen zu ihrer Schlagzeile Informationen im Internet auf Deutsch und gestalteten ein digitales Bild, das später in der Nachrichtensendung eingeblendet wurde. Anschließend übersetzten sie ihren Beitrag mithilfe von Wörterbüchern und Apps auf Französisch. Es folgte eine Vorbereitungsphase für den Dreh, in der die Texte überarbeitet und die Aussprache gefestigt wurde. Für den finalen Dreh wurde das Klassenzimmer in ein Nachrichtenstudio verwandelt. Die Schülerinnen und Schüler wechselten sich bei der Kameraführung mit den iPads, die der Schule für den Unterricht zur Verfügung stehen, ab. Cecile Matyssek übernahm den finalen Schnitt für die Nachrichtensendung.

 

Das Projekt Fremdsprachenwettbewerb und der Dreh machten allen sehr viel Spaß. Für die Schülerinnen und Schüler war es eine willkommene Abwechslung zum Unterricht, wobei sie handlungsorientiert eine Menge fachlicher Kompetenzen erlangten: sie erweiterten ihren Wortschatz, übten spielerisch den Umgang mit modernen Medien sowie dem Wörterbuch, lernten zu recherchieren und dabei Informationen zu selektieren und schließlich gelang es ihnen, vor allem im Bereich der Sprachmittlung über sich hinaus zu wachsen! In einer abschließenden Auswertungsrunde freute sich die Lerngruppe besonders darüber, dass die beiden Klassen durch die Teamarbeit für das Projekt näher zusammengewachsen sind. Allen ist bewusst geworden wie wichtig es ist, Verantwortung im Team zu übernehmen, seine Stärken einzubringen und sich gegenseitig zu unterstützen.

 

Jeder Einzelne konnte durch die Teilnahme am Bundeswettbewerb sprachliche und persönliche Erfahrungen sammeln. Allein dieser Gewinn ist unbezahlbar! Die Auswertung der eingereichten Beiträge läuft derzeit noch auf Hochtouren. Wir drücken dem engagierten Französischkurs an der Leimbachtalschule die Daumen für weitere Gewinne!

 

VR Talentiade – Drei Grundschulen, ein Sportfest


Zum wiederholten Mal trug die Schülerleichtathletik-Abteilung des TV Dielheim die Leichtathletik-Talentiade der Viertklässler aus. Die Teams der Leimbachtalschule Dielheim, der Grundschule Horrenberg und der Mannabergschule Rauenberg konnten im Sportpark ihr leichtathletisches Talent unter Beweis stellen. Die eingeladene Grundschule Baiertal musste leider kurzfritsig absagen.

Man konnte den teilnehmenden Viertklässlern die Freude beim Springen, Werfen und Laufen ansehen.
Bei strahlendem Sonnenschein war es laut und wusselig an den verschiedenen Stationen. Unter den begeisterten Anfeuerungsrufen der MitschülerInnen und der begleitenden Lehrkräfte gaben alle ihr Bestes. Tolle Leistungen wurden erzielt mit Sprüngen klar über die 3-Meter-Marke, mit Würfen mit dem 80 g schweren Ball über 25 m und mit 50 m-Sprints in weniger als 10 Sekunden. Einige der TeilnehmerInnen dürfen sich sicherlich auf eine Einladung zum badischen Finale der VR Talentiade im Juli freuen. Schön zu sehen war es auch, dass nicht nur die absolut besten Leistungen bejubelt wurden, sondern auch Kampfgeist und Nichtaufgeben die verdiente Anerkennung fanden.

Bei der Planung und Durchführung wurden Jürgen Adolf und Harry Bauer vom TV Dielheim durch die Zehntklässler mit dem Profilfach Sport an der Gemeischaftsschule der Leimbachtalschule unter Leitung von Herrn Kubotsch unterstützt. Die “Profilfächler” nutzen den Event um auch hinter die Kulissen eines Sportfestes zu schauen: Welche Ziele verfolgt ein Verband mit Sportaktionen, was muss organisiert und berücksichtigt werden, wie lässt sich ein Sportfest planen und umsetzen … . Einige Wochen vor dem Termin wurden alle Helfer in die Disziplinen eingewiesen und auf die Besonderheiten beim Messen der Weiten und Zeiten aufmerksam gemacht. Am Tag der Veranstaltung machten die Zehntklässler dann einen tollen Job: Angefangen beim gemeinsamen Aufwärmen, hin zum Ballwurf, Weitsprung und 50m Sprint. Sie hatten ihre Stationen im Griff und sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Die VR-Talentiade bildet den Grundstein der Talentförderung des badischen Leichtathletikverbands. Gleichzeitig ist die Veranstaltung wesentliches Mittel des Sichtungskonzepts für Vereine. Die Schülerleichtathletik-Abteilung des TV Dielheim hofft, das ein oder andere junge Talent zu entdecken und für die Leichtathletik begeistern zu können. Jährlich nehmen mehr als 5.000 Kinder an mehr als 30 Veranstaltungen teil. Geboten werden altersgerechte Wettkämpfe, bei denen statt der Einzelleistungen der Mannschaftsgedanke im Vordergrund steht.

Zum Abschluss gab es für die jungen Nachwuchsathletinnen und -athleten ein kleines Präsent und Teilnahmeurkunden. Die besten SportlerInnen werden zudem eine Einladung zum Talentiade-Finale erhalten, das dieses Jahr auf Wunsch des badischen Leichtathletikverbands in Dielheim ausgetragen wird. Auf den 16.07.2022 können sich die Talente der Schulen also freuen, wenn im Sportpark Dielheim der Vergleich der besten badischen Viertklässler in der Leichtathletik stattfinden wird!

Bis dahin ist natürlich Training angesagt. Alle Talentiade-TeilnehmerInnen, aber natürlich auch alle anderen Schülerinnen und Schüler, die Interesse an der Leichtathletik haben, sind zum Schnupper-Training eingeladen. Das Training der Kinderleichtathletik für Grundschüler findet immer samstags von 10-11:30 Uhr im Sportpark statt.

 

Bei Fragen können Sie sich direkt per E-Mail an schülerleichtathletik@tv-dielheim.de wenden.

 

 

Wenn das Kinder- zum Klassenzimmer wird


„Rückenwind“ an der Leimbachtalschule Dielheim: Förderunterricht für Schüler mit Lernlücken wegen Corona – Kooperation mit VHS
Von Sophia Stoye
Ihr Kinderzimmer wurde zum Unterrichtsraum, Schule bedeutete ab jetzt, zu Hause bleiben: Nahezu ein komplettes Schuljahr lernen und arbeiten die Schülerinnen und Schüler zusammengerechnet schon im Homeschooling statt im Klassenzimmer – und das nicht ohne Folgen. Damit diese aber möglichst gering ausfallen, hat das Land Baden-Württemberg das Förderprogramm „Rückenwind“ verabschiedet (siehe Hintergrund), das seit Herbst 2021 an den Schulen umgesetzt wird. So auch an der Leimbachtalschule in Dielheim, wo in Kooperation mit der Volkshochschule (VHS) Südliche Bergstraße die coronabedingten Lernlücken der Schülerinnen und Schüler nun möglichst schnell geschlossen werden sollen. Nun wurde der Kooperationsvertrag unterschrieben und das Projekt auf feste Füße gestellt.
„Ich bin definitiv im Rückstand“, erklärt Angelina Müller. Vor allem, wenn im Präsenzunterricht auf Themen aufgebaut werde, die man online nicht verstanden habe, so die Schülerin. Und als sie wieder zurück in der Schule gewesen sei, sei ihr auch die Mitarbeit im Unterricht schwerer gefallen. Allein schon Nachfragen zu stellen, ist laut Schulkollege Luuk Herrmann im Homeschooling viel schwerer: „Es kann sein, dass die Lehrer gleich antworten oder erst Tage später.“
Alexander Hörner hingegen fand den digitalen Unterricht „gar nicht so schlecht“. Er sei mit seinen Aufgaben immer schon am Vormittag fertig gewesen und hatte dann nachmittags Zeit für sich – anders als in der Schule, wo er warten müsse. „Aber dafür braucht man Disziplin“, erklärt Konrektorin Beate Ringel. Und trotz mancher Vorteile gehe das Soziale unter. „Eure Pubertät habt Ihr in den Zimmern verbracht“, sagt sie. Zudem sei es im Homeschooling für die Lehrpersonen viel schwerer zu erkennen gewesen, ob ein Schüler im Unterricht mitkomme oder nicht. „In Präsenz sieht man das viel schneller an den Gesichtern der Jugendlichen“, so die Konrektorin.
Alexander Hörner, Angelina Müller und Luuk Herrmann besuchen alle drei die zehnte Klasse und müssen deshalb in diesem Jahr ihre Realschulprüfung ablegen. Davor haben sie aufgrund der Corona-Pandemie inzwischen mehr Respekt. „Neben der normalen Prüfungsvorbereitung muss man sich noch Gedanken machen, dass man alle Lücken schließt“, so Müller. Aber Konrektorin Ringel beruhigt die Schüler: „,Rückenwind’ ist nicht das Non-Plus-Ultra, aber es gibt euch Sicherheit.“
Das Angebot von „Rückenwind“ ist freiwillig, so Ringel – zusätzlich zu den rund 36 Wochenstunden der Schülerinnen und Schüler. „Es gibt auch welche, die nicht teilnehmen wollen. Aber diejenigen, die mit Engagement in den Förderunterricht gehen, werden auch etwas lernen“, ist die Konrektorin überzeugt.
Insgesamt umfasst der Förderunterricht von „Rückenwind“ in Dielheim knapp 40 Stunden pro Woche. Finanziert wird das Programm von Bund und Land. Jeder Schule steht ein bestimmtes Budget zur Verfügung – abhängig von der Schülerzahl. „Daraus müssen wir die Material- und Honorarkosten für die Dozenten bezahlen“, erklärt Ringel. Ist das Budget aufgebraucht, können neue Gelder beauftragt werden oder das Programm, das eigentlich auf zwei Jahre ausgelegt ist, endet frühzeitig.
So gut die erhofften Effekte von „Rückenwind“ auch klingen, unumstritten ist das Projekt nicht, wie Patrick Merz, Rektor der Leimbachtalschule, deutlich macht: „Es ist ein enormer Aufwand an Verwaltungs- und Organisationsarbeit“, sagt er. „Einen Ausgleich gibt es nicht.“ Zudem fielen diese Zusatzaufgaben zu einer Zeit an, in der sich die Schulleitungen coronabedingt sowieso mit vielem beschäftigen müssten, was eigentlich nicht in ihren Aufgabenbereich gehöre. „Das ist ein ungünstiger Zeitpunkt für ,Rückenwind’“, so Merz. Ihm wäre mehr geholfen gewesen, wenn man das Geld in eine zusätzliche festangestellte Lehrkraft investiert hätte, als in externe Dozenten.
„Es ist ein Haufen Arbeit“, sagt auch Ringel, die die Hauptorganisation für „Rückenwind“ übernimmt. Vor allem, weil das Programm ständig angepasst werden müsse – je nach dem, wo der Bedarf derzeit am höchsten sei. Steht zum Beispiel eine mündliche Kommunikationsprüfung an, werde verstärkt Förderunterricht für Fremdsprachen angeboten. Ist die Prüfung rum, werde der Fokus auf etwas anderes gelegt.
„Das ist ein permanenter Prozess der Organisation und das macht es in der Praxis so anstrengend“, so Merz. Aus diesen Gründen gibt es ihm zufolge „nicht wenige Schulen, die die Finger davon lassen“. In der Region beteiligen sich laut VHS-Leiterin Annette Feuchter auch andere Schulen, beispielsweise in Walldorf, Wiesloch oder Sandhausen. Auch sie äußert Kritik: So dürften von Seiten der VHS nur berentete und nicht aktive Lehrkräfte, die sich zum Beispiel im Referendariat befinden, als Dozentinnen und Dozenten bei „Rückenwind“ arbeiten, erklärt sie und pflichtet Merz bei: „Bei allem Guten ist das Projekt umstritten.“
Von denen Schülerinnen und Schülern, die „Rückenwind“ benötigten, mache ungefähr die Hälfte mit, meint Ringel. Trotz der Kritik bereut sie es nicht, dass die Dielheimer Leimbachtalschule an dem Förderprogramm teilgenommen hat. „Selbst wenn es nur fünf Leuten etwas bringt, hat es sich gelohnt“, ist Ringel überzeugt, „auch wenn ich zwischendurch fürchterlich geschimpft habe.“ Zudem zeigten sich laut Ringel schon die ersten Lerneffekte: „Und darum geht es ja.“

Rhein-Neckar-Zeitung vom 05.02.2022