Trotz Einschränkungen die Zukunft fest im Blick


Nicht nur digitales Lernen sondern auch digitale Berufsorientierung erweiterte den Horizont der Schülerinnen und Schüler der achten Klasse

Mit dem Lockdown schlossen nicht nur Schulen, Geschäfte und gesellschaftliches Leben, sondern auch die Möglichkeit zur Orientierung und zum beruflichen Durchstarten. Eine besondere Herausforderung für Schulen, denn berufliche und Studienorierung ist ein zentrales Element zum Abschluss der Sekundarstufe I.

Bei den Schülerinnen und Schülern der achten Klassen der Leimbachtalschule Dielheim beginnt nun dennoch die intensive Phase der beruflichen Orientierung und Konkretisieren eines Berufswunsches, von dem sie sich vorstellen können, ihn lange Zeit mit Leidenschaft und Leistung auszuüben. Die Berufsmesse „parentum“ bietet hier, neben Praktika, Unterricht und Berufsberatung, traditionell die Möglichkeit, sich über verschiedene Arbeitgeber zu informieren, Perspektiven zu zeichnen und konkret mit Ansprechpartnern ins Gespräch zu kommen.

Mit Corona wurde die Bildungs- und Berufsmesse in digitale Räume verlegt, in die die Schülerinnen und Schüler in Begleitung in Begleitung der ESF Jugendperspektive, vertreten durch Boris Erlewein, der Schulsozialarbeit, Petra Maier, sowie der Berufsorientierung der Leimbachtalschule, Martin Ritz, eintreten konnten. Über die schuleigenen Tablets konnten die Schülerinnen und Schüler aus einer Fülle von Firmen, Schulen und Institutionen auswählen und ein Videogespräch, ähnlich dem Austausch am Messestand, starten. Gemeinsam planten sie Gespräche und Vorgehensweise und sprachen sich Mut zu. Nach und nach zeigten die Schülerinnen und Schüler immer mehr Courage und Stärke mit den Scouts zu kommunizieren und im offenen Dialog in den Austausch zu treten.

Hier verdeutlichten sich nochmals Berufsvorstellungen der Schülerinnen und Schüler mit konkreten Ausbildungsberufen und Fachschulen. Bepackt mit Fragen rund um die spezifische Ausbildung starteten sie selbstbewusst in das Gespräch mit den Spezialisten, knüpften Kontakte, feilten an Berufsvorstellungen und planten ihre Zukunft. Trotz Einschränkungen durch Corona will die individuelle Zukunft und Gesellschaft gestaltet werden. Parentum online war hierzu für die Schülerinnen und Schüler ein wichtiger Schritt, nicht stehen zu bleiben.

Jana aus Klasse 9 fasst ihre Erfahrungen passendzusammen: “Ich habe die parentum online dafür genutzt, um Firmen kennenzulernen, die für mich in Frage kommen würden, da ich aktuell auf Ausbildungssuche bin. Außerdem auch um einige Fragen zu stellen, die mir unklar waren und um Firmen Genaueres zur Ausbildung zu fragen. Um zu schauen, welche Firmen überhaupt teilnehmen, konnte ich ohne Umstände mich im Internet informieren. Meine ausgewählten Firmen konnte ich dann an dem Tag über die Plattform ohne Probleme per Videokonferenz erreichen. Diese waren immer sehr freundlich und konnten mir bei meinen Fragen weiterhelfen. Leider hatte eine von mir ausgewählte Firma keine Videokonferenz angeboten. Diese Firma habe ich dann einfach über einige Telefonate erreichen können und es wurden dann dennoch meine Fragen beantwortet. Im Endeffekt fand ich die parentum online sehr interessant, hilfreich und ich konnte überwiegend positive Erfahrungen machen.”

Positive Ausnahmestellung der Kooperation


Drei berufliche Schulen kooperieren mit sechs Gemeinschaftsschulen – schulische Wege bis hin zum Abitur

(von Benjamin Starke) Die drei Schulen des Berufsschulzentrums unterzeichneten einen Kooperationsvertrag mit sechs Gemeinschaftsschulen des südlichen Rhein-Neckar-Kreises im Rahmen einer Feierstunde.

Der Schuldezernent des Rhein-Neckar-Kreises, Ulrich Bäuerlein, freute sich neben den Schulleitern der neun Schulen auch viele Bürgermeister und Oberbürgermeister als Vertreter der tragenden Kommunen der Gemeinschaftsschulen begrüßen zu dürfen. „Mit einer solch großen und breit aufgestellten Kooperation nimmt der Standort Wiesloch eine positive Ausnahmestellung im Rhein-Neckar-Kreis ein“, so Bäuerlein. Zudem zeigte sich der Dezernent dankbar, dass es durch diese Kooperation keine Konkurrenz zwischen den kommunalen und den Schulen des Kreises kommen würde, sondern ein gutes Miteinander rund um Wiesloch gegeben sei.

Die Schulleiter der drei Schulen, Susanne Zimmermann von der Johann-Philipp-Bronner-Schule (kaufmännisch), Klaus Heeger von der Hubert-Sternberg-Schule (gewerblich-technisch) und Oliver Wetzel von der Louise-Otto-Peters-Schule (hauswirtschaftlich-sozialpädagogisch), stellten die Möglichkeiten des Berufsschulzentrums vor. Auf rund 20.000 Quadratmetern Schulfläche werden aktuell ca. 2.700 Schüler von ca. 260 Lehrern betreut. Die drei Schulen ermöglichen sechs verschiedene Bildungsabschlüsse an zwei Standorten und kooperieren miteinander in den Fremdsprachen-, Fitness- und naturwissenschaftlichen Angeboten. Neben einer Vielzahl von Klassenzimmern stehen den Lernenden 45 Praxisräume und 24 Computerräume für den Anschauungsunterricht zur Verfügung.
Dabei bieten die berufliche Schulen bereits mit dem Angebot „Vorbereitung Arbeit und Beruf“ (VAB) oder „Vorbereitung Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse“ (VABO) Möglichkeiten für Schüler, die sich in der Sekundarstufe schwer tun. Ein- oder zweijährige Berufsfachschulen führen nach dem Hauptschulabschluss zur Mittleren Reife und knüpfen damit an das Grund-Niveau der Gemeinschaftsschulen nach Klasse 9 an.
Anknüpfend an das mittlere- oder das erweiterte-Niveau besteht an einem ein- oder zweijährige Berufskollegs in Voll- oder Teilzeitbeschulung die Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erlangen. Zudem besteht die Möglichkeit, an einem der drei beruflichen Gymnasien (WG, TG oder SG) in drei Jahren das Abitur zu erreichen. Außerdem besteht die Option, in einer Berufsschule der drei Schulen eine duale Ausbildung zu absolvieren.

Teil der Kooperation sind die Leimbachtalschule Dielheim (Rektor Patrick Merz, Konrektorin Beate Ringel und Bürgermeister Thomas Glasbrenner), die Geschwister-Scholl-Schule St. Ilgen (Konrektorin Beate Grubisic und Oberbürgermeister Hans Reinwald), die Kraichgau-Schule Mühlhausen (Rektor Mathias Schmitz), die Friedrich-Schiller-Schule Reilingen (Rektor Falk Freise und Bürgermeister Stefan Weisbrod), die Parkring-Schule St. Leon-Rot (Rektor Axel Glanz und Bürgermeister Alexander Eger) und die Gerbersruh-Schule Wiesloch (Rektorin Bärbel Kröhn und Oberbürgermeister Dirk Elkemann) mit insgesamt 1.500 Schülern in den Sekundarstufen. Für die Schüler bietet die Kooperation u. a. Schnuppertage, der erste,  mit einem Schwerpunkt für Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel Hauptschulabschluss, hat bereits am 27. Juni mit sehr positiver Resonanz stattgefunden. Die Info-Veranstaltung „Lange Nacht der weiterführenden Schulen“ Ende Januar im Berufsschulzentrum sowie Schullaufbahnberatungen und Informationsveranstaltungen für Schüler und Eltern folgen. Zudem werden es mit Beginn des nächsten Kalenderjahres erstmals “Schnuppertage” an den beruflichen Gymnasien geben. Hier können die Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel der Allgemeinen Hochschulreife gezielt Perspektiven kennenlernen.

Musikalisch wurde die Feierstunde von Anna und Lida Kudvashova an Violine und Piano umrahmt, zwei Schülerinnen, die vor einem halben Jahr nach Deutschland kamen, gerade ihr VABO an der Peters- und Sternberg-Schule absolvieren und ab September an der kaufmännischen Berufsfachschule der Bronner-Schule ihre Mittlere Reife beginnen werden, zwei Musterbeispiele an Aufstiegsmöglichkeiten, die die beruflichen Schulen in Wiesloch ermöglichen.

Berufeparcours in Dielheim


Verschieden lange und dicke Kunststoffrohre müssen mit den dazu passenden Bögen zu einer Abwasserleitung zusammengesteckt werden. Das sieht auf den ersten Blick nicht schwierig aus, deshalb wagen sich beim Berufeparcours in der Leimbachtalschule in Dielheim viele Schüler an diese Aufgabe. Aber wie so oft bei handwerklichen Tätigkeiten liegt der Teufel im Detail. Wie steckt man die Teile so ineinander, dass sie nicht gleich wieder auseinanderfallen? Wie verbindet man zwei Rohren mit unterschiedlichen Durchmessern und wo setzt man die Bögen ein, um die vorgegebene Schräge zwischen Ein- und Ausgang herzustellen? Zum Glück sind alle Teile so vorgegeben, dass am Ende alles aufgeht. Außerdem gibt eine junge Dame, die den Stand betreut, helfende Tipps.
Die achten Klassen der Gemeinschaftsschulen und Werkrealschulen von Reilingen, Mühlhausen und Dielheim und die des Hör- und Sprachzentrums Neckargemünd hatten in Dielheim einen Tag lang die Gelegenheit, in die verschiedensten Berufsfelder hinein zu schnuppern. An 26 Ständen, die die „Jugendagentur Heidelberg“ in Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Betrieben aufgebaut hatte, konnten die Jugendlichen auf der einen Seite ihre Interessen, Fähigkeiten und Stärken testen, andererseits Einiges über weniger bekannte Berufe erfahren.
Am Stand des Friseurs wurden beispielsweise Zöpfe geflochten und Lockenwickler eingedreht, beim Elektroniker Kabel isoliert und montiert und bei den Gastronomieberufen das Tischdecken und Servietten falten eingeübt. Dann gab es Aufgaben, die über konkrete Berufe hinaus allgemeines handwerkliches Wissen und Geschick erforderten. Dazu gehörte das Schätzen von Gewichten und Längen, zeichnen mit Hilfe eines Spiegels und Werkzeuge benennen. Als weitere Ergänzung musste ein Test in Allgemeinbildung durchlaufen werden.
Vorgabe war, mindestens vier Stände zu besuchen und die dort die gestellten Aufgaben zu erfüllen. Je nach Geschicklichkeit wurden bei den einzelnen Aufgaben zwischen drei und 22 Punkten vergeben. Am Schluss wurde nicht nur die erreichte Gesamtpunktzahl gewertet, sondern auch, in welchem Verhältnis das Ergebnis zur Höchstpunktzahl stand. Ergänzend zum Parcours wurden Workshops angeboten über die Erfahrungen in der Ausbildung, über notwendige Versicherungen im Beruf, den Umgang mit Geld und die Digitalisierung. Außerdem erhielt man Informationen vom Arbeitsamt und einen Benimmkurs für das Berufsleben.
Jungen und Mädchen durchliefen den Parcours getrennt. Grund dürfte sein, dass junge Männer in diesem Alter oft mit körperlicher Geschicklichkeit angeben und Mädchen Hemmungen haben, sich unter den kritischen Blicken ihrer Schulkameraden an so typische Männerberufe wie Elektroniker oder Installateure heranzuwagen. Im Gespräch mit den Schülerinnen zeichnete sich bei der Frage nach den Berufswünschen zwar eine Mehrheit für Berufe ab, die mit Menschen zu tun haben, wie Friseuse, Krankenschwester oder Verkäuferin, es gab aber auch einzelne, die zumindest ein Praktikum in einem handwerklichen oder technischen Beruf anstreben.
Es ist sicher sinnvoll, die Ergebnisse des Parcours im Unterricht zu besprechen, aber auch die Eltern sollten sich für die Wahl der Berufspraktika interessieren, die in der achten Klasse anstehen, und ihre Kinder fragen, ob sie eher leichte Aufgaben ausgewählt haben oder auch schwierige mutig angingen. Liegen die Neigungen eher bei Berufen, die mit Menschen zu tun haben oder wird der Umgang mit Sachen und Materialien vorgezogen? Neigt das Kind zu schnellen spontanen Entscheidungen oder wägt es sorgfältig ab? Werden Aufgaben mit festem vorgegebenem Lösungsweg vorgezogen oder solche, bei denen man improvisieren und die eigenen Geschicklichkeit beweisen kann? So werden die Weichen für eine spätere Berufswahl gestellt, bei der es nicht mur um die Höhe des Verdienstes und um die Arbeitszeiten geht.
(Von Anton Ottmann)

 

 

Das Edeka-Frischemobil an der Leimbachtalschule


Unter dem Motto Berufsorientierung stand am Montag, den 04.06.2018 das Edeka-Frischemobil in Dielheim an der Leimbachtalschule.
Die Acht- und Neuntklässler konnten sich Einblicke in die Ausbildungsberufe im Lebensmitteleinzelhandel verschaffen. Nach einer kurzen Einführung durch einen Mitarbeiter von Edeka durchliefen die Schüler in Zweierteams die Stationen des Frischemobils.
Das Gewicht von Lebensmitteln schätzen, das Abwiegen und Scannen von Produkten, Fragen beantworten auf dem Supermarkt-Scooter und dabei die Balance halten können, ein Quiz in der Frischebox spielen, an der virtuellen Fleisch- und Fischtheke die Bestellungen der Kunden aufnehmen… das waren nur einige der vielen Aufgaben, die die Schüler bearbeiten konnten.
Nebenbei wurde viel Wissen vermittelt und die verschiedenen Ausbildungsbereiche des Lebensmitteleinzelhandels beleuchtet sowie freie Ausbildungsplätze in Wohnortsnähe angezeigt.

In Berufsorientierung ein „sehr gut“


Leimbachtalschule Dielheim – Erstmals Boris-Berufswahlsiegel als Gemeinschaftsschule

Weiterentwickelt, statt auf Lorbeeren ausgeruht

Viele Jugendliche stehen am Ende ihrer Schulzeit vor der Herausforderung, sich zwischen 350 dualen Ausbildungsberufen, zahlreichen fachschulischen Ausbildungsgängen für „ihren“ Beruf entscheiden zu müssen. Erstmals stellte sich die Leimbachtalschule in Dielheim als Gemeinschaftsschule diesem Thema der Jury, die das Boris-Berufswahlsiegel vergibt.

In ihrer Laudatio auf die Schule in der bereits im Juli stattgefundenen Ehrung, verwies Gabriele Ritter für die Jury auf das Leitbild der Leimbachtalschule, in der eine „Schule zum Wohlfühlen“ beschrieben werde. Darin würden sieben Leitsätze formuliert, von denen die Jury einen als außerordentlich wichtig erachte: „Wir sind bereit, uns stets weiter zu entwickeln!“

Ritter verwies darauf, dass sich die Schule in Sachen Berufsorientierung bereits seit vielen Jahren mit dem Boris- Berufswahlsiegel auszeichnen dürfe, aber aktuell aufgrund eines Wechsels der Schulart einer erneuten Überprüfung zu den Regeln einer Erstzertifizierung zu stellen hatte. Der Jury, so Ritter weiter, sei deutlich geworden, dass sich die Schule in den vergangenen Jahren nicht auf ihren Lorbeeren ausgeruht, sondern sich weiterentwickelt habe.

Im Gespräch und in der Präsentation ihrer Schule haben sie die Jury davon überzeugt, dass die Schule einen Fahrplan in der beruflichen Orientierung habe, der vielschichtig und umfangreich ist und bei dem die Schülerinnen und Schüler im Fokus stünden.

Dies zeige sich in der Begleitung und Förderung der Jugendlichen im Berufswahlprozess beginnend mit der Informationsgewinnung, Kompetenzvermittlung und vor allem in der Praxiserfahrung und der Reflexion. Ritter: „Sie nutzen hierbei sinnvoll auch Eltern und außerschulische Experten als aktive Partner in der Berufs-und Studienorientierung.“

Über die nach dem Bildungsplan durchzuführenden Praktika hinaus, ermögliche die Schule ihren Schülerinnen und Schülern gewinnbringende Realbegegnungen und Praktika. Dazu zählten ganz besonders in Klasse 7 das sogenannte Mittwochspraktikum und das Waldschullandheim, bei dem die Schülerinnen und Schüler in einem Forstbetrieb des Landes halbtägig aktiv mitarbeiten und dabei nicht nur berufliche Erfahrungen sammeln können, sondern auch an ihren Schlüsselqualifikationen arbeiten.

Weitere Betriebspraktika folgten in den Klassen 8 und 9.

Besonders gefiel der Jury, dass zu festgelegten Zeitpunkten im jeweiligen Schuljahr Präsentationen stattfinden, bei denen die Praxiserfahrungen dargestellt und gleichzeitig vertieft werden. Dass Schüler der 7. Klasse ihr Praktikum vor der Elternschaft und den Schülern der Klassen 6 vorstellen, sei besonders zu würdigen Und dass das Berichtsheft in Klasse 8 und 9 als wesentliche Leistung in Deutsch zählt, unterstütze die Bedeutung der Maßnahmen sehr.

Ritter betonte in ihrer Laudatio, dass es gerade für eine Schule im ländlichen Raum darüber hinaus großer Anstrengung bedürfe, dafür zu sorgen, dass alle Schülerinnen und Schüler einen Praktikumsplatz finden und diesen auch erreichen können. Dabei werde zwar eine hohe Eigenverantwortung erwartet, die Schule bietet aber bei Bedarf individuelle Unterstützung an. Zur Steigerung der Mobilität für Praktika werde ein Taxi eingesetzt, der Schule und Praktikumsbetrieb verbindet.

Die Jury betonte, insgesamt sei das schulinterne Gesamtkonzept zur Umsetzung der Berufs-und Studienorientierung durch den gelungenen Homepageauftritt sehr gut dokumentiert und dargestellt. Ein ausgebreitetes Dokumentationssystem, dessen digitales Abbild das Wiki darstellt, ermögliche jeder Lehrkraft den permanenten Zugang zu einer wachsenden internen digitalen Bibliothek, die auf dem neuesten Stand ist und alle Unterlagen zugänglich macht.

Abschließend erläuterte die Jury, dass der regelmäßige Informationsaustausch im Kollegium, die themenbezogenen Meetings und die Arbeit am Leitbild der Schule insbesondere im Hinblick auf die Umgestaltung zur Gemeinschaftsschule zu einer erweiterten Bedeutung der Berufsorientierung und deren zentralen Verankerung führten. Die Jury sah die Auszeichnung mit dem Boris-Berufswahlsiegel als erfüllt an und gratulierte herzlich. Eine gelungene und gewinnbringende Ergänzung des schulischen Portfolios der Gemeinschaftsschule.

In ganz Baden-Württemberg sind derzeit 550 Schulen berechtigt das zu tragen. Das Schild „Boris“ signalisiert Schülern und Eltern: Hier wird eine vorbildliche Berufsorientierung geboten.

 

auf dem Bild v.l.n.r.: Vizepräsident der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald Klaus Hofmann, Rektor Patrick Merz, Boris-Beauftragter Björn Jurk, Laudatorin Gabriele Ritter, Christoph Udluft (1. Bürgermeister-Stellvertreter der Gemeinde Dielheim) und Alexander Urban (Projektbüro Boris – Berufswahl-Siegel).

Der Berufeparcours 2017 ruft


Auch in diesem Jahr machte sich die achte Klassenstufe der Leimbachtalschule auf den Weg nach Neckargemünd an das Hör- und Sprachzentrum um dort am alljährlichen Berufeparcours teilzunehmen. Die Veranstaltung wird von vier Partnerschulen (Kraichgauschule Mühlhausen, Schillerschule Reilingen, Hör- und Sprachzentrum Neckargemünd und Leimbachtalschule Dielheim) im jährlichen Wechsel an einer Schule des Verbunds ausgerichtet. Im Rahmen des Parcours erhalten die Schüler die Möglichkeit zwei berufsbildende Workshops, sowie an dem eigentlichen Parcours teilzunehmen. Der Parcours gibt mit ca. 25 Stationen jedem Teilnehmer eine differenzierte Rückmeldung über sein individuelles Begabungsprofil. In Verbindung mit der Berufsberatung an der Schule können so individuelle Beratungsperspektiven eröffnet werden.

Die Gastgeber verstanden es in Kooperation mit der Jugendagentur Heidelberg dies in einen sehr ansprechenden Rahmen zu fügen, sodass die Veranstaltung von den Schülern als sehr angenehm aufgenommen wurde. Um es mit dem Achtklässler Niklas zu sagen: “Ein geiler Tag“. Nochmals vielen Dank an das Hör- und Sprachzentrum insbesondere an Noëlle Soerensen und Hildegund Baumfalk als unsere Gastgeber.

 

“Tag der Berufe” Wiesloch: Die Auswahl war riesig


(RNZ vom 07.02.2017) Ob Praktikum, Ausbildung, Studium oder ein freiwilliges soziales Jahr – die Ausbildungsmesse “Tag der Berufe” bot den zahlreichen Besuchern im Palatin wieder vielfältige Inspirationen für die Zukunft. Die Organisatoren von Kinder- und Jugendbüro der Stadt Wiesloch, Hubert-Sternberg-Berufsschule Wiesloch und Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald konnten sich über eine weiter gestiegene Zahl an Ausstellern freuen: Waren es die letzten beiden Jahre rund 50, fanden sich nun 57 ein.

Die meisten der befragten Jugendlichen äußerten sich zufrieden bis begeistert über die Gesprächsmöglichkeiten, die sich boten. “Sehr cool” fanden die 16-jährigen Besucherinnen Hannah und Diana die große Auswahl an Betrieben. Dabei hatten sie schon genaue Vorstellungen, welche Arbeitgeber für sie in Frage kommen und steuerten sie gezielt an. Für die beiden Schülerinnen stehen zunächst einmal Praktika im Vordergrund, um mehr Einblicke in ihre Wunschberufe zu bekommen. Hannah, die sich bei der Bundeswehr informierte, bekam auch nützliche Ratschläge zum Auswahlprozess im Wettstreit um einen Ausbildungsplatz. Simon (14) hingegen konnte diesmal nicht den richtigen Ansprechpartner finden. Er würde gerne mit Tieren arbeiten, ist bislang jedoch zu jung für ein Praktikum in den regionalen zoologischen Gärten.

Während für die drei der Besuch eher eine spontane Aktion war, hatten sich andere gezielt auf diesen Tag vorbereitet. “Ich habe schon zu Hause eine Checkliste geschrieben und mir überlegt wem ich welche Fragen stellen möchte”, verriet Adrian (14). Der chemiebegeisterte Schüler war schon zum zweiten Mal auf der Ausbildungsmesse. Sein Mitschüler Marvin (15) hatte sich mit der Suche nach einem Praktikumsplatz im Bereich der Lagerlogistik ebenfalls ein konkretes Ziel gesteckt. Im Fokus stand der Spaß am Beruf, aber auch das Gehalt wurde offen angesprochen. “Geld alleine macht ja nicht glücklich”, gab Diana zu bedenken.

All diese Fragen bekamen unter anderem die Auszubildenden Cassandra Drescher und Melissa Becker am Stand der Daimler AG häufig gestellt. Die beiden konnten aus erster Hand vom Alltag im Betrieb berichten. Angesichts der vielen beruflich noch unentschiedenen Interessenten, rieten sie generell, sich früh genug zu informieren und vorab verschiedene Praktika zu vereinbaren, um falsche Vorstellungen zu vermeiden. Diesem Ratschlag waren auch Sara (15) und Sven (12) gefolgt. Auch wenn Sven lediglich seine Schwester begleiten wollte, so nutzte er doch die Gelegenheit, gezielt auf seinen Favoriten SAP zuzusteuern. “Wir wollen aber vor allem wissen, ob es den Leuten gefällt, dort zu arbeiten”, waren sich beide einig.

Sich wohlzufühlen im gewählten Beruf, war auch für die Personalsachbearbeiterin Sandra Laier am Infostand von Betty Barclay ein wichtiger Faktor. Für die Aussteller selbst ist die Messe attraktiv, um sich nach Bewerbern umzuschauen. “Denn ein intensives Gespräch vor Ort kann einen positiven Eindruck hinterlassen und sich bei einer späteren Bewerbung positiv auswirken”, erklärte Sandra Laier.

Neben verschiedenen weiterführenden Schulen, gab es auch die Möglichkeit sich über ein freiwilliges soziales Jahr beim Internationalen Bund zu informieren, Träger beispielsweise des Wieslocher Jugendzentrums. Auch wenn die meisten der Besucher noch zu jung dafür waren, so war dies für viele dennoch eine Inspiration für die Zukunft. Ein Trend geht dabei zum sozialen Engagement in der Heimat. Das freiwillige soziale Jahr kann vieles sein: eine Zeit der Orientierung, der Selbsterprobung oder der Selbstverwirklichung.

Auf diese Weise ließe sich auch der gesamte “Tag der Berufe” beschreiben. Die Jugendlichen fanden hier vor allem viele Anreize, über ihre berufliche Zukunft nachzudenken und konnten realistische Rückmeldungen von den Ausstellern erhalten. Ob nun neue Ideen gesammelt wurden oder länger gehegte Pläne der Verwirklichung einen Schritt näher kamen – über die Besucherresonanz konnten sich die Veranstalter und Aussteller nicht beschweren.

“Die Gänge waren gut gefüllt”, meinte auch Oberbürgermeister Dirk Elkemann. Er zeigte sich äußert angetan von der großen Menge junger Leute, die sich am “Tag der Berufe” informierten. Interessant war für ihn auch der – zusätzlich zu Foyer und Staufersaal – eigens fürs Handwerk geöffnete Minnesängersaal: Schuhmacher, Zimmerer, Fahrrad- und Kfz-Mechaniker waren vertreten. “Auch von den Ausstellern habe ich nur positive Rückmeldungen bekommen”, so Elkemann: Auch wenn vielleicht nicht gleich ein Praktikum oder eine Ausbildung vereinbart worden seien, die vielen Gespräche habe man als wertvoll empfunden. “Die Interessenten konnten sich darüber klar werden, was sie wollen, ob ein Beruf das Richtige für sie ist. Und sie konnten Kontakte knüpfen. Und das ist ja das Hauptanliegen der Ausbildungsmesse.” Für ihn selbst, so Elkemann, sei wertvoll gewesen, sich ein Bild von den Arbeitgebern zu machen, die mit einem Stand vertreten waren, und ebenso, zu erfahren, “wie die neue Generation tickt, die nun auf den Arbeitsmarkt drängt”.

Dies war der zweite “Tag der Berufe” für OB Elkemann in Wiesloch. Nachdem die Zahl der Aussteller gegenüber dem letzten Jahr von 50 auf 57 stieg und der Tag “so eine Dynamik entwickelt”, zeigte er sich zuversichtlich, dass das Angebot auch weiterhin gut angenommen werde.

 

 

 

Tag der Berufe in Wiesloch: 400 Schüler nutzten das breite Angebot


Beim “Tag der Berufe” im Wieslocher Palatin gab es an 50 Ständen Einblicke in die Arbeitswelt – Auch das “Speed-Jobbing” wurde gut angenommen

Wiesloch. (joa) Zum zehnten Mal öffnete das Tagungszentrum Palatin in Wiesloch seine Türen für den “Tag der Berufe”. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stadt Wiesloch, der Hubert-Sternberg-Schule und der Bertha-Benz-Realschule. Für mehrere Stunden ergab sich für alle zukunftsbewussten Schüler die Chance, einen Überblick über den Ausbildungsmarkt in der Region zu bekommen und sich über allerlei Berufsbilder zu informieren. Etwa 50 Firmen, Einrichtungen und Institutionen waren an diesem Tag mit ihren jeweiligen Ständen vertreten und boten den zahlreichen Besuchern die Möglichkeit, alle Fragen, die ihnen auf den Nägeln brannten, direkt vor Ort an die Ansprechpartner zu richten. Auch weiterführende Schulen wie Technisches Gymnasium und Wirtschaftsgymnasium waren vertreten, jedoch lag die Zahl derer, die einen Ausbildungsplatz suchten, wie Uwe Maschke vom Kinder- und Jugendbüro Wiesloch betonte, deutlich höher.

Um die 400 Schüler nutzten in diesem Jahr die Gelegenheit, in dem, wie Maschke sagte, “breit aufgestellten” Berufsinformationsangebot in ihre favorisierten Bereiche hineinzuschnuppern. Dabei waren die meisten nicht alleine unterwegs. “Wir haben eine gute Quote, was Elternbegleitung betrifft”, so Maschke, der in der Mithilfe der Eltern am Informationstag einen klaren Mehrwert sieht. Aber auch in den Schulen wurde kräftig die Werbetrommel gerührt, um möglichst viele Jugendliche für den Tag der Berufe zu gewinnen. “Es kommen viele komplette Klassen, um sich zu informieren, die von ihren Lehrern entsprechend auf den Tag vorbereitet werden”, erzählte Maschke und erklärte damit die großen Schülergruppen vor Ort.

Neben Flyern und Prospekten begeisterten viele Firmen zudem mit kreativ hergerichteten Ständen, an denen versucht wurde, bereits einen Einblick in das jeweilige Berufsbild zu ermöglichen. So konnte man in technisch orientierten Bereichen beispielsweise verschiedene Modelle bestaunen, während man an anderer Stelle zusehen konnte, wie eine Operation abläuft. So konnte sich jeder die für ihn interessanten Bereiche herauspicken und im Gespräch mit den teils sehr jungen Mitarbeitern der Firmen in Kontakt treten. Etwa der 15-jährige Stefan, der sich über die Ausbildungsangebote der Daimler AG informierte. “Ich würde gerne etwas im technischen Bereich machen, aber ich überlege auch, zuerst noch auf eine weiterführende Schule zu gehen”, so der Realschüler.

Was neben den klassischen Informationsquellen dieses Jahr zum ersten Mal am Tag der Berufe angeboten wurde, war das von der Handwerkskammer Mannheim bereitgestellte “Speed-Jobbing”. Ähnlich wie beim “Speed-Dating” gab es für alle angemeldeten Ausbildungssuchenden, die ihre Unterlagen dabei hatten, in zehnminütigen Bewerbungsgesprächen bei zwölf Arbeitgebern die Möglichkeit, einen guten Eindruck zu hinterlassen und mit etwas Glück das Gebäude mit einem Ausbildungsvertrag zu verlassen. Laut Alexandra Gehring und Irene Lorenz, die das “Speed-Jobbing” für Wiesloch organisiert hatten, gab es bisher stets eine gute Resonanz. “Ähnliche Veranstaltungen hatten wir beispielsweise in Mannheim oder Walldürn”, so Lorenz, und auch Uwe Maschke betonte, dass das “Speed-Jobbing” bereits im Vorfeld “guten Anklang fand”.

Somit ging der “Tag der Berufe” ein weiteres Mal erfolgreich zu Ende, sowohl seitens der Schüler als auch seitens der Betriebe, die Azubis suchen. Und auch diejenigen, deren Berufswunsch nach diesem Tag noch nicht gefestigt war, hatten zumindest neue Erfahrungen sammeln können. “Es ist gut, dass man mal gesehen hat, was es alles gibt”, erklärte die 14-jährige Marie über das runde Angebot im Wieslocher Palatin.

Tag der Berufe
Tag der Berufe
Tag der Berufe

Auf dem Bolzer fliegen Späne


Am vergangenen Dienstag war es wieder soweit. Das InfoMobil der Metall- und Elektroindustrie besuchte die siebten Klassen der Werkrealschule in Dielheim. Auf den 46qm des Gelenkbusses erlebten die Schüler praxisorientierte, lebendige Berufsinformationen aus erster Hand.

Das Fahrzeug beherbergt eine funktionstüchtige „Fertigungsstraße“. Diese zeigt, wie ein moderner Herstellungsprozess in der Metall- und Elektroindustrie abläuft. Die besondere Herausforderung dabei, die Besucher schrieben ihr eigenes CNC-Programm, um im Anschluss unter fachkundiger Anleitung auf dieser Basis an einer CNC-Maschine die Späne fliegen zu lassen.

Nach der Fertigung nahm sich die Besatzung des Busses der einzelnen Fragen der Schüler an. Im Mittelpunkt der anschließenden Beratung standen gewerblich-technischen Berufe wie Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Elektroniker und Geräte- oder Systemmechatroniker.

Gut informiert verließen die Schüler die Veranstaltung. Auf dem Weg zurück in den Unterricht wurden bereits berufliche Zukunftspläne geschmiedet.

Auf dem Bolzer fliegen Späne
Auf dem Bolzer fliegen Späne

„Qualipass“ wird immer wichtiger


Wichtige Ergänzung zum Zeugnis – Engagement wird gefördert

Dielheim. Junge Menschen im Rhein-Neckar-Kreis haben die Möglichkeit, mit dem sogenannten „Qualipass“ ihre Bewerbungschancen zu verbessern. Er dokumentiert Praxiserfahrungen und Kompetenzgewinne, die Jugendliche durch Praktika, Vereinsmitarbeit, Schülerinitiativen, Auslandsaufenthalte und Ähnliches erwerben. Auch die rund 100 Schüler der 5. bis 7. Klassen der Leimbachtalschule in Dielheim sind nun stolze Inhaber dieses Qualipasses. Die Leiterin des Jugendamts des Rhein-Neckar- Kreises, Stefanie Jansen, überreichte ihnen „dieses für die Zukunft der jungen Menschen so wichtige Dokument“. Eine Aufführung der Tanzgruppe der Schule und ein „Becher-Rap“ zweier Schüler bildeten ein schönes Rahmenprogramm.

„Der Qualipass bringt viele Vorteile mit sich“, erläuterte Stefanie Jansen. Auch Schulleiter Patrick Merz konnte nur Positives von der „Kompetenzmappe“ berichten. Sie enthält beispielsweise das Zertifikat des Girls’ und Boys’ Day, den Nachweis einer ehrenamtlichen Tätigkeit in einem Verein oder die Urkunde über die Teilnahme an einem Streitschlichterseminar. „Der Qualipass trägt zu einer Kultur der Anerkennung vielfältiger Praxisleistungen bei“, freute sich Stefanie Jansen. Er fördere Engagement und stärke die Eigeninitiative und Selbstverantwortung junger Menschen.

Sie freute sich auch, dass die Lehrer der Leimbachtalschule die Schüler in der „Führung ihres Portfolios begleiten und unterstützen“.

Der Qualipass richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren und wird immer wichtiger, wenn sich Jugendliche mit sich selbst auseinandersetzen, sich engagieren oder für sich werben möchten. Der Qualipass ist eine wichtige Ergänzung zum Schulzeugnis und hilft bei Bewerbungen, die bereits gewonnenen Erfahrungen aufzuzeigen.

Vom Qualipass wurde allein im vergangenen Jahr beim Rhein-Neckar-Kreis über 1350 Stück bestellt. Weitere Informationen unter www.qualipass.info.