Gegen Rassismus, für ein offenes Miteinander


Spieler der Rhein-Neckar Löwen unterstützten die Leimbachtalschule im Kampf gegen Rassismus

„Gegen Rassismus und für ein tolerantes Miteinander einzutreten, ist heute das Gebot der Stunde.“ Mit diesem Satz traf der Dielheimer Bürgermeister Thomas Glasbrenner das Motto der Veranstaltung in der Leimbachtalschule ganz genau. Die beiden Spieler der Rhein-Neckar Löwen, Tim Ganz und Mads Mensah, sowie Karsten Krämer (Marketing) waren gekommen, um zusammen mit den Schülern das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ voranzubringen. Das ist eine Initiative, die Diskriminierung und Rassismus auf Schulhöfen bekämpfen möchte und deswegen von Zeit zu Zeit neue Aktionen ins Leben ruft. So auch in der Leimbachtalschule, die sich immer wieder mit den wichtigen Themen Rassismus und Diskriminierung beschäftigt und zu Diskussionen anregt.

Wochenlang hatten sich die Schüler mit dem Thema „Was ist ein Held“ beschäftigt und Antworten darauf gesucht. Die besten Ergebnisse wurden in einem Video vorgestellt und die Spieler der Rhein-Neckar Löwen zu dem Thema interviewt. Die Lehrer Alicia Bugla und Camillo Kubotsch hatten ein Event organisiert, das sich an den Ideen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, des größten Schulnetzwerks Deutschlands, orientiert. Begonnen wurde mit einem Musikvortrag einiger Schüler mit dem Lied „Aufstehen, aufeinander zugehen“, das sich nahtlos in die Thematik einreihte.

„Wir haben hier an unserer Schule Kinder aus über 20 Nationen. Konflikte sind da Teil des Lebens miteinander“, stellte Rektor Patrick Merz in seiner anschließenden Rede fest. Auch „Fake News“ seien ein großes Thema, besonders wenn sie sich gegen eine bestimmte Person richten. „In solchen Situationen müssen wir helfen. Wir stellen uns dagegen, Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Größe oder ihres Alters, ihrer sexuellen Neigung, aufgrund einer Behinderung, ihrer Hautfarbe oder ihres Glaubens zu diskriminieren“, machte Merz Mut und rief zu Toleranz und Offenheit an der Schule ganz im Sinne von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ auf.

Nach der kurzen Rede des Schulleiters stellte die SMV durch die Schülersprecherin und eine Klassensprecherin das Video vor, in dem die besten Aussagen der Kinder zum Thema „Was ist ein Held“ dargestellt waren. Hier nannten die Kinder als Helden Menschen, die anderen helfen, sich für die Umwelt einsetzen, andere nicht ausgrenzen und sie so akzeptieren wie sie sind. Besonders präsent bei diesem Thema waren aber Freunde und Familie, die oft als Stütze im Leben und Hilfe in schwierigen Situationen bezeichnet wurden. Besonders dem letzten Punkt schlossen sich im Interview auch Mads Mensah und Tim Ganz an. Mensah betonte außerdem: „Wegschauen ist einfach. Man sollte aber hingehen und helfen, wann immer man kann.“ Ganz sagte: „Es kann auch schwer sein zu helfen, aber trotzdem ist es nötig.“ In der Löwen-Mannschaft gebe es „zum Glück“ keinerlei Rassismus, brachte es Mensah auf den Punkt.

In seiner Rede nach dem Interview zeigte sich Bürgermeister Thomas Glasbrenner ob der Arbeit der Schüler, Lehrer und Spieler beeindruckt: „Gerade heute, wo wir so oft von rassistischen Pöbeleien und Übergriffen hören müssen, ist so ein Signal von großer Bedeutung. Dieser Einsatz verdient große Anerkennung und ich freue mich, das bemerkenswerte Engagement würdigen zu können.“

Das Highlight für die „Gewinner“ des kleinen Wettbewerbs rund um „Was ist ein Held“ kam allerdings erst noch. Sie hatten nämlich das Vergnügen, mit den beiden Handball-Profis ein Training absolvieren zu können. Gegen Ende sagte Patrick Merz noch im Interview mit der RNZ, auf die Frage, was denn für ihn ein Held sei: „Eigentlich jeder der nicht wegschaut.“

Die Rhein-Neckar Löwen sind seit 2016 Projetpaten der Leimbachtalschule.

Impulse für das Projekt fand die Schule unter https://schule-ohne-rassismus-bw.de/content/wer-ist-das-fuer-dich.

Autor: Maximilian Hofer, mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Neckar-Zeitung.

Präventionsveranstaltung „Mit Sicherheit verliebt“ an der Leimbachtalschule


“Mit Sicherheit verliebt” ist ein Projekt der AG Sexualität und Prävention der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd).

Das Projekt wurde 2001 in Rostock unter Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums gegründet. Seither ist das Präventionsprojekt fest in der Arbeit der bvmd, die alle 85.000 Medizinstudierenden in Deutschland vertritt, verankert.

Insgesamt engagieren sich über 500 Studierende rein ehrenamtlich neben dem Studium für eine bessere Sexualaufklärung und den Abbau von Stigmata in Schulen. So erreichen wir jedes Jahr über 13000 Jugendliche in über 30 deutschen Städten. Die Studierenden verbringen bei einem Schulbesuch einen Vormittag in einer Klasse. Um die Privatsphäre der Jugendlichen zu wahren und eine lockere Atmosphäre zu schaffen, ist Lehrpersonal nicht im Raum, aber jederzeit ansprechbar. Mehr dazu unter www.bvmd.de/unsere-arbeit/projekte/mit-sicherheit-verliebt/.

Am Montag (27.05.) und Dienstag (28.05.) waren wieder Studierende des bundesweiten Projekts „Mit Sicherheit verliebt“ (MSV) an unserer Schule. Die Medizinstudierenden der Uni Heidelberg verbrachten mit den beiden siebten Klassen jeweils einen ganzen Schulvormittag um Themen rund um die Sexualaufklärung in vertrauensvoller Atmosphäre zu besprechen.

Nachfolgend einige Stimmen zu den beiden Präventionstagen:

„Wir konnten super mit den Studierenden sprechen, sie waren sehr ehrlich und offen, nicht so viel älter als wir, wir durften sie duzen und sie haben auch aus ihrem Privatleben erzählt. Deshalb hatten wir großes Vertrauen zu ihnen.“

„Die Studierenden haben alles super und ausführlich erklärt, wir konnten sie wirklich ALLES fragen und deshalb haben wir an diesem Tag sehr viel dazugelernt!“

„Manche Themen waren peinlich und witzig, aber es war trotzdem gut und interessant, dass wir darüber gesprochen haben.“

„Wir konnten viele Fragen stellen: Während wir als Klasse zusammen waren, aber vor allem auch als wir für zwei Stunden in Mädchen/Jungs getrennt waren. Außerdem hätte es noch die Möglichkeit gegeben, mit den Studierenden Einzelgespräche zu führen.“

„Wir können diesen Tag nur weiterempfehlen und hätten die Studierenden am liebsten noch einmal einen Tag bei uns!“

„Der Tag hat viel Spaß gemacht und wir haben auch kleine nützliche Geschenke bekommen…“

Mit Sicherheit verliebt ist ein Baustein im umfangreichen Präventionscurriculum der Leimbachtalschule. Neben der Gesundheitsförderung sind hier die Bereiche Medienerziehung, Gewaltprävention und Suchtprävention beinhaltet. Hier haben wir vielfälfige außerschulische Partner eingebunden.

Herzlichen Dank an “Mit Sicherheit verliebt” für die großartige Aktion und Unterstützung der Schulen!

Besuch der KZ-Gedenkstätte Mannheim – Sandhofen


Im Februar besuchte die Klasse 9a der Leimbachtalschule Dielheim die KZ-Gedenkstätte in Mannheim-Sandhofen. Im Rahmen des Unterrichts beschäftigen wir uns näher mit der grausamen Vergangenheit des Nationalsozialismus.
Wir wurden von Herrn Marco Brenneisen vom Verein “KZ Gedenkstätte Sandhofen e.V.” an der Haltestelle abgeholt. Er erzählte uns etwas über die polnischen Häftlinge die am ehemaligen Bahnhof in Sandhofen ankamen. Zusammen machten wir uns auf den Weg zur KZ-Gedenkstätte – teilweise denselben Weg, den die Inhaftierten täglich zu ihrer Arbeitsstätte zurücklegen mussten, bekleidet mit dünnem Stoff zu jeder Jahreszeit. Da es an diesem Tag ebenfalls kalt war und wir froren, konnten wir uns sehr eindrücklich ausmalen, welchen Zuständen die Häftlinge ausgesetzt waren. 1060 Häftlinge waren im Außenlager Natzweiler in Sandhofen gefangen, im Kern des Stadtteils Sandhofen, umgeben von Wohnhäusern.
An der Gedenkstätte angekommen, einem Schulgebäude, welches zur Zeit des Nationalsozialismus als Außenlager genutzt wurde, zeigte uns Herr Brenneisen den Außenbereich. Der heutige Schulhof war Sammelplatz der Häftlinge. Auf dem selben Schulhof wurde ebenfalls ein Häftling hingerichtete, der es gewagt hatte ein Stück Brot anzunehmen. Umgeben von Wohnhäusern und Spielplatz wirkte diese Hinrichtung unfassbar und unwirklich.
In der Gedenkstätte zeigte uns Marco Brenneisen die Gedenktafel, auf welcher namentlich alle Häftlinge aufgelistet waren. Uns wurde erzählt, dass die Menschen Warschauer Aufständische gewesen sind, die nach Sandhofen verschleppt und als Häftlinge zur Zwangsarbeit bei den Unternehmen Daimler-Benz, BBC (heute ABB) und Lanz (heute John Deere) eingesetzt worden waren.
Danach gingen wir in die Ausstellung, in der wir eine Führung erhielten, die uns viele grausame Fakten und Informationen zur damaligen Zeit lieferten. Außerdem konnte man in der Gedenkstätte auch ein Exemplar der Häftlingskleidung, die sehr dünn war und die die Häftlinge zu jeder Jahreszeit, sowohl Sommer als auch Winter, tragen mussten, betrachten. Unter anderem wurde uns auch mitgeteilt, wie sich die Häftlinge ernähren mussten und welchen strengen und kraftraubenden Tages- bzw. Wochenplan sie einzuhalten hatten.
Zuletzt konnten wir einen Dokumentarfilm schauen, der Interviews mit ehemaligen Häftlingen zeigte. Dies brachte und noch einmal eindrücklich die grauenvollen Taten und die traumatischen Erlebnisse der Zwangsarbeiter näher.
Insgesamt war es eine sehr traurige aber ungemein lehrreiche Erkundung, die uns ermahnt das Vergangene nicht zu vergessen.

Klettermaxl und Kraxlhuber


Kletterprofi Markus Eberle in Leimbachtalschule aktiv

Sich vertrauen, sich gegenseitig unterstützen, zusammenhalten, anderen Mut machen, Angst überwinden, selbst gesteckte Ziele aus eigener Kraft erreichen- das alles lernten 26 Zweitklässler der Leimbachtalschule an zwei Vormittagen in der sieben Meter hohen Kletterwand der Kelterhalle.

Sie wurden angeleitet und begleitet von Kletterprofi Markus Eberle, der durch sein Engagement fürs Klettern bei den Dielheimer Kindern bekannt und beliebt ist.

Die mutigen Nachwuchskletterer trotzten Kälte und Wand und hatten dabei vor allem eines: Jede Menge Spaß.

Durch die unmittelbare Nähe zur Schule bietet die „Kletterhalle“ optimale Bedingungen um auch unsere schulischen Aktivitäten zu unterstützen.

„Nicht ohne mein Handy“ – ein Workshop für Schüler


Die HOPP FOUNDATION for computer literacy & informatics stellte für die Klassenstufe 5 den Jugendmedienexperten Sven Holland für zwei Workshops zur Mediennutzung zur Verfügung. In lockerer Atmosphäre tauschte er sich mit den Schülern zum Thema aus. In reger Diskussion konnten sich alle Schüler mit einbringen.

Bis auf einen, besitzen alle Schüler ein Handy. Zunächst wurde dessen zeitliche Nutzung erfragt: Die Schüler meledeten eine Nutzungsdauer zwischen 4,5 und 7 (!) Stunden am Tag. Das ist überdurchschnittlich viel und zeigt, wie wichtig das Thema ist.

Gemeinsam wurden anschließend mit den Schülern beliebte Apps wie Instagram, Snapchat und Musically durchleuchtet. Die Kinder wurden sensibilisiert, Gefahren der Handynutzung rechtzeitig zu erkennen und Risiken der verwendeten Apps abzuschätzen. Ebenso wurden die Themen Kostenfallen, Daten- und Jugendschutz angesprochen.

Interessant ist die Tatsache, dass der Aussage einer Schülerin „Ich bin froh, dass es an unserer Schule ein Handyverbot gibt“, die meisten Schüler zustimmten. Ihnen ist bewusst, dass nur ohne Handy echte Kommunikation stattfindet und sie in der Schule Gelegenheit haben, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mit Sicherheit verliebt…


…ist ein Projekt der AG Sexualität und Prävention der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd).

Das Projekt wurde 2001 in Rostock unter Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums gegründet. Seither ist das Präventionsprojekt fest in der Arbeit der bvmd, die alle 85.000 Medizinstudierenden in Deutschland vertritt, verankert.

Insgesamt engagieren sich über 500 Studierende rein ehrenamtlich neben dem Studium für eine bessere Sexualaufklärung und den Abbau von Stigmata in Schulen. So erreichen wir jedes Jahr über 13000 Jugendliche in über 30 deutschen Städten. Die Studierenden verbringen bei einem Schulbesuch einen Vormittag in einer Klasse. Um die Privatsphäre der Jugendlichen zu wahren und eine lockere Atmosphäre zu schaffen, ist Lehrpersonal nicht im Raum, aber jederzeit ansprechbar. Mehr dazu unter www.bvmd.de/unsere-arbeit/projekte/mit-sicherheit-verliebt/.

Aus schulischer Sicht ein wichtiges Thema für Jungs und Mädchen. Die geschulten Studenten gehen fachlich und sachlich auf alle Fragen ein. Da Jungs und Mädchen auch in getrennten Gruppen arbeiten, bietet dies eine sehr gute Ergänzung zum klassischen Unterricht.

Die beiden Klassen berichten:

Am 6.6.2018 nahmen die beiden 7. Klassen der Leimbachtalschule Dielheim an dem Projekt „Mit Sicherheit verliebt“ teil. Eine Studentin und ein Student der medizinischen Fakultät Heidelberg redeten mit uns über Begriffe der Thematik, den Aufbau der Geschlechtsteile, Verhütung, Geschlechtskrankheiten und über persönliche Fragen, Sorgen und Gedanken „rund um das Thema Liebe“. Dabei wurde große Rücksicht auf unsere Privatsphäre genommen.

Als wir dann in Jungs- und Mädchengruppen getrennt wurden, wurden auch unsere privateren Fragen beantwortet. Die Mehrheit unserer Klassen fand das Projekt sehr interessant.

Die Klassen 7

Deeskalationstraining in Zusammenarbeit mit der Polizei Wiesloch


An zwei Terminen von jeweils 14 bis 16 Uhr haben die Schülerinnen der 9ten und 10ten Klasse ein Deeskalationstraining absolviert. Dieses Training wurde in der Leimbachtalschule in Dielheim durchgeführt. Es leiteten uns Herr Rossmann und Herr Engelhart von der Polizei Wiesloch durch das intensive Selbstverteidigungstraining.
Sie lehrten uns, wie man die Notwehr einsetzt, sowohl körperlich als auch verbal. Vom Handballenstoß bis zum Kniestoß durften wir alle Varianten erlernen. Bevor wie die Praxis durchführten, wurden wir mit den Notwehr-Paragraphen vertraut gemacht. Zudem belehrten sie uns über Spanner und gaben uns Tipps, wie wir diese umgehen könnten.
Anschließend zeigten sie uns in Rollenspielen, wie wir uns in verschiedenen Situationen wehren und verhalten sollten. Sie erklärten uns ebenfalls, wie wir uns mit Gegenständen und Pfefferspray zur Wehr setzen könnten.
Immer wieder sagten sie wir sollten nicht aufhören zu kämpfen und immer laut ,,Nein!“ schreien.

Wir empfehlen wirklich, dass jeder mal ein Deeskalationstraining besuchen sollte, denn es ist sehr hilfreich und effektiv.

Jasmin Gspandl, Dilara Oral, Leonie Käßhöfer, Klasse 10

„Einfach sicher gehen“


Die Sicherheitsaktion für Erstklässler der ADAC Stiftung – Unterstützt durch den Kooperationspartner Deutsche Post DHL

Unter der Federführung und im Auftrag der ADAC Stiftung brachte Matthias Greidenweis vom ADAC Ortsclub C.R.T Dielheim bereits zum Schulbeginn nach den Ferien wieder leuchtende Warnwesten für unsere Schulanfänger mit. Dielheims neuer Bürgermeisters Thomas Glasbrenner und Rektor Patrick Merz ließen es sich nicht nehmen bei der Übergabe für die Aktion „Sicherheit für Erstklässler“ dabei zu sein.

„Einfach sicher gehen“, das ist das Motto der diesjährigen Sicherheitsaktion für Erstklässler. Das Tragen einer Sicherheitsweste gibt Kindern und Eltern eine zusätzliche Sicherheit, wenn im Herbst bei Dunkelheit viele Erstklässler zum ersten Mal den Schulweg alleine meistern.

Aber nicht nur auf dem Schulweg sollte das Anziehen der optisch auffallenden Sicherheitsweste zur Selbstverständlichkeit werden. Auch in der Freizeit sollte sie dazu gehören. Experten versichern, dass eine Sicherheitsweste maßgeblich zur besseren Sichtbarkeit beiträgt und die Erstklässler bereits aus einer Distanz von 140 Metern bei Dunkelheit gesehen werden.

Grundschüler können oftmals die Gefahren im Straßenverkehr noch nicht richtig einschätzen und aufgrund ihrer Körpergröße, fehlt ihnen häufig der Überblick. Hinzu kommt, dass das Richtungshören noch nicht ausgeprägt und das Sichtfeld eingeschränkt ist. So können die Kinder herannahende Verkehrsteilnehmer „aus dem Augenwinkel“ nicht immer erkennen. Durch die Signalwirkung der neongelben Sicherheitsweste der ADAC Stiftung werden Kinder schon von weitem sichtbar.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass Kinder eine Sicherheitsweste tragen.

Im Rahmen der Sicherheitsaktion für Erstklässler der ADAC Stiftung wurden dank der Unterstützung des ADAC Ortsclub C.R.T Dielheim insgesamt 56 – von bundesweit 760.000 – Sicherheitswesten an die Schulanfänger verteilt.

Die gesamte Logistik – Verschiffung, Verzollung, Konfektionierung und Versand – von 30.000 Paketen an 16.000 Grundschulen wurde wie jedes Jahr von „Deutsche Post – DHL“ kostenfrei als Kooperationsbeitrag gestellt.

„Die Erstklässler sollen lernen und erkennen, dass sie mit einer Sicherheitsweste einfach sichtbarer für alle anderen Verkehrsteilnehmer sind. So kann in einer prekären Situation schneller reagiert werden – das kann Leben retten. Allerdings muss die Sicherheitsweste auch getragen werden, denn nur dann erfüllt sie ihren Zweck“, sagt Matthias Greidenweis vom ADAC Ortsclub C.R.T Dielheim und appelliert damit an die Eltern, den Kindern die Weste regelmäßig anzuziehen.

Matthias Greidenweis C.R.T Dielheim im ADAC

 

Pegasus steht für Respekt


Schüler geben ihrem Willen zu Toleranz und Courage ein Aussehen

Dielheim. Das Einhorn und den Regenbogen hatten sich die Schülerinnen und Schüler besonders gewünscht: Wissen, Weisheit und Toleranz sollen sie symbolisieren. Ein wichtiger Schritt hin zur sozialen Kompetenz – für Schulsozialarbeiterin Petra Maier sind die bunten Bilder, welche die jungen Menschen an die Theke ihres Schülercafés zaubern, von größer Bedeutung und ein hervorragender Markierungspunkt in einem schulischen Entwicklungsprozess, der sich immer wieder aufs Neue generieren soll. „Vor drei Jahren haben wir begonnen, uns mit dem Thema Rassismus und Courage in Form von Projekten auseinanderzusetzen“, betont Rektor Patrick Merz.

Zu dieser Zeit konnte man die Rhein-Neckar-Löwen als Projektpate gewinnen. „Die Schüler haben jetzt die zentralen Aussagen dieser Projekte in ihrer Aktion aufgenommen“, erläutert er weiter. Zentral, weil persönlichkeitsbildend. Denn nur wer sich mit den Fragen nach dem eigenen Umgang mit  Andersartigkeit und Toleranz auseinandersetzt, kann sich selbst entwickeln. „Dazu gehören auch Fragen nach der eigenen Positionierung, wenn man erlebt, dass ein anderer gemobbt wird“, erläutert Petra Maier, „oder wie ich damit umgehe, wenn ich Ausgrenzung in meiner Umwelt erlebe.“ Hat ein jeder Mut, selbst zu helfen oder um Hilfe zu bitten?

Bereits in der fünften und sechsten Klasse werden zu diesem Thema Übungen gemacht. „Daraus ergeben sich dann wiederum Situationen, auf die man aufbauen kann“, weiß die erfahrene Sozialarbeiterin. Gemeinsam mit  den Schülern erarbeitete sie eine Freiheits-Mind-Map. Die von ihnen generierten Wörter wollten sie ein für alle Mal sichtbar machen und so entstand die Wortkonstruktion an der Wand im Schüler-Café. Respekt und Rücksichtnahme sind wesentliche Vokabeln. Dazu malten die jungen Leute auch noch Bäume, die für Nachhaltigkeit stehen soll. Die Abdrücke ihrer Hände werden für immer ihre Persönlichkeiten repräsentieren. Starke Bilder für starke Menschen. Die Flaggen von 15 Nationen ergänzen künftig diese Aussage.

„Wir haben überlegt, für was die Schule steht“, so Petra Maier. Dabei heraus kam, dass sie auch ein Schmelztiegel der unterschiedlichsten Nationen ist: Vom Rektor bis zur Putzfrau sind hier 15 Nationen Tag für Tag gemeinsam auf einem Weg. Egzona Gavrani drückt noch einmal den Schwamm in die graue Farbe, Lea Zeller und Sinja Schill schauen ihr über die Schulter. Ob das wohl wirklich einmal wie ein Einhorn aussehen wird? Auch das gehört zu Respekt und Toleranz: Kritik ordentlich zu formulieren und konstruktiv einzusetzen. Lukas Riemensperger und Henrik Weller gesellen sich zu ihnen. „Das wird ein Pegasus, oder?“, wollen sie wissen. Eine kleine Frage nur, doch sie zerstreut die Zweifel der Mädchen im Nu.

Klar, wer braucht schon ein Einhorn, wenn er oder sie einen Pegasus haben kann.

Diese Schule zeigt Courage


Über 2000 Schulen und somit über 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche sind mittlerweile im bundesweiten Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ organisiert.

Sie alle verpflichten sich zur aktiven Mitgestaltung eines Schulklimas, das Denkweisen der Ungleichwertigkeit von Menschen jeglicher Art ächtet, zum aktiven Einschreiten bei Diskriminierungen und zur Mitwirkung bei solidarischen Lösungen von Konflikten sowie zur aktiven Umsetzung entsprechender Aktionen.

Ebenfalls jetzt mit im Bunde ist die Dielheimer Leimbachtalschule. Nach einer Projektphase im Dezember und Januar, dem offiziellen „Kick-off“ im Februar sowie der Übergabe von mehr als 400 Verpflichtungsunterschriften (90 Prozent) von Schülern, Lehrern und anderen Schulbeschäftigten an Landeskoordinatorin Leonie Füeß war es nun soweit:  Die Leimbachtalschule wurde offiziell ins bundesweite Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen.

Lehrerin Bärbel Linke fasste in einer Broschüre die Ergebnisse der Klassen zusammen. Alle Projekte hätten „starke Zeichen gegen Rassismus und Ungleichheitsdenken“ gesetzt. Während sich die jüngsten Schüler Gedanken zu Streitlösungen gemacht hatten, waren in höheren Klassen etwa „Zivilcourage“, „Du bist willkommen“ und „BunTesrepublik“ Themen. Ergänzt wurden die Beiträge durch Bilder der „Kick-off“-Veranstaltung.

„Die Schule leistet mit der Bereitschaft der Zusammenarbeit im Netzwerk einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer demokratischen Alltagskultur“, so Leonie Füeß. „Um die Zivilgesellschaft gegen Rassismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit zu stärken, müssen vor allem die Kinder und Jugendlichen unterstützt werden, und diese Arbeit wollen wir als Netzwerk auch weiterhin leisten.“ Achtung, Respekt, aber auch klare Regeln im Umgang miteinander seien die zentralen Begriffe für die Ziele des Netzwerks und der Schule.

Auch die Rhein-Neckar-Löwen sehen die Patenschaft als selbstverständliche Verpflichtung für sich an. „Verwurzelt in der Region“, so Karsten Krämer, „stehen auch wir für Weltoffenheit und möchten gegen die Ausgrenzung und Ungleichbehandlung in der Gesellschaft angehen.“

Gemeinsam mit dem Schulpartner, der Leimbachtalschule, „ist es unser Ziel, die Solidarität im Umgang miteinander zu stärken.“ Den „Löwen“ sei es wichtig, mit dieser Patenschaft ein Zeichen der Toleranz zu setzen, standhafte Persönlichkeiten zu fördern und dazu beizutragen, dass Schüler zu toleranten und offenherzigen Mitgliedern der Gesellschaft heranwachsen.

„Wende dich gegen jede Art von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt, lebe Werte“, so der Appell von Rektor Patrick Merz. „Dies beginnt im ’Kleinen’ in der Klasse und geht weiter in die Gemeinde und in die ganze Welt hinaus.“

Abschließend wurden die „Sieger“ des Luftballonwettbewerbs, der den Abschluss der Kick-off-Veranstaltung im Februar gebildet hatte, geehrt. Die weiteste Flugstrecke hatten Ballons zurückgelegt, die rund 800 Kilometer entfernt in Österreich gelandet waren. Als Anerkennung dafür brachten die „Löwen“ Handbälle mit Originalunterschriften der Spieler mit.

(RNZ, 18.04.2016)