Diese Schule zeigt Courage


Über 2000 Schulen und somit über 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche sind mittlerweile im bundesweiten Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ organisiert.

Sie alle verpflichten sich zur aktiven Mitgestaltung eines Schulklimas, das Denkweisen der Ungleichwertigkeit von Menschen jeglicher Art ächtet, zum aktiven Einschreiten bei Diskriminierungen und zur Mitwirkung bei solidarischen Lösungen von Konflikten sowie zur aktiven Umsetzung entsprechender Aktionen.

Ebenfalls jetzt mit im Bunde ist die Dielheimer Leimbachtalschule. Nach einer Projektphase im Dezember und Januar, dem offiziellen „Kick-off“ im Februar sowie der Übergabe von mehr als 400 Verpflichtungsunterschriften (90 Prozent) von Schülern, Lehrern und anderen Schulbeschäftigten an Landeskoordinatorin Leonie Füeß war es nun soweit:  Die Leimbachtalschule wurde offiziell ins bundesweite Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen.

Lehrerin Bärbel Linke fasste in einer Broschüre die Ergebnisse der Klassen zusammen. Alle Projekte hätten „starke Zeichen gegen Rassismus und Ungleichheitsdenken“ gesetzt. Während sich die jüngsten Schüler Gedanken zu Streitlösungen gemacht hatten, waren in höheren Klassen etwa „Zivilcourage“, „Du bist willkommen“ und „BunTesrepublik“ Themen. Ergänzt wurden die Beiträge durch Bilder der „Kick-off“-Veranstaltung.

„Die Schule leistet mit der Bereitschaft der Zusammenarbeit im Netzwerk einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer demokratischen Alltagskultur“, so Leonie Füeß. „Um die Zivilgesellschaft gegen Rassismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit zu stärken, müssen vor allem die Kinder und Jugendlichen unterstützt werden, und diese Arbeit wollen wir als Netzwerk auch weiterhin leisten.“ Achtung, Respekt, aber auch klare Regeln im Umgang miteinander seien die zentralen Begriffe für die Ziele des Netzwerks und der Schule.

Auch die Rhein-Neckar-Löwen sehen die Patenschaft als selbstverständliche Verpflichtung für sich an. „Verwurzelt in der Region“, so Karsten Krämer, „stehen auch wir für Weltoffenheit und möchten gegen die Ausgrenzung und Ungleichbehandlung in der Gesellschaft angehen.“

Gemeinsam mit dem Schulpartner, der Leimbachtalschule, „ist es unser Ziel, die Solidarität im Umgang miteinander zu stärken.“ Den „Löwen“ sei es wichtig, mit dieser Patenschaft ein Zeichen der Toleranz zu setzen, standhafte Persönlichkeiten zu fördern und dazu beizutragen, dass Schüler zu toleranten und offenherzigen Mitgliedern der Gesellschaft heranwachsen.

„Wende dich gegen jede Art von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt, lebe Werte“, so der Appell von Rektor Patrick Merz. „Dies beginnt im ’Kleinen’ in der Klasse und geht weiter in die Gemeinde und in die ganze Welt hinaus.“

Abschließend wurden die „Sieger“ des Luftballonwettbewerbs, der den Abschluss der Kick-off-Veranstaltung im Februar gebildet hatte, geehrt. Die weiteste Flugstrecke hatten Ballons zurückgelegt, die rund 800 Kilometer entfernt in Österreich gelandet waren. Als Anerkennung dafür brachten die „Löwen“ Handbälle mit Originalunterschriften der Spieler mit.

(RNZ, 18.04.2016)

Schule möchte ein deutliches Zeichen gegen Rassismus setzen


Die Leimbachtalschule will Projektschule im Rahmen der bundesweiten Initiative “Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage” werden

„Wir sind Kinder dieser Welt, ob du gelb bist oder weiß, ob du rot bist oder schwarz“, sang der Kinderchor der 3. Klasse der Leimbachschule mit ihrer Lehrerin Anke Schmittinger in der Leimbachhalle Dielheim. Die ganze Schule mit ihren zehn Klassenstufen und 400 Schüler und Schülerinnen hatte sich eingefunden, um das „Kick-off“, den Auftakt zur „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ mitzugestalten und mitzuerleben. Bereits 2013 hatte die Schülermitverwaltung einen Anlauf genommen, um an diesem bundeweiten Projekt teilzunehmen. Es scheiterte aber daran, dass sie keinen über die Region hinaus bekannten „Paten“ aus Kunst, Politik, Medien oder Sport fand, der die Schüler dauerhaft in ihrem Engagement unterstützt. Im zweiten Anlauf gelang es 2015 den Handball-Bundesligisten „Rhein-Neckar-Löwen“ zu gewinnen, der bei der Veranstaltung durch den Schweden Kim Ekdahl Du Rietz und den in Dielheim wohnenden Marius Steinhauser vertreten waren.

„Wende dich gegen jede Art von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt“ ist das zentrale Anliegen des Projekts, an dem sich nach der anwesenden Landeskoordinatorin Leonie Füeß bereits 1800 Schulen und über eine Million Schüler beteiligen. Nach ihr setzen die jungen Menschen mit ihrer Beteiligung ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und alle Formen der Diskriminierung. „Sie haben den Mut, sich mit gesellschaftlichen Werten und Normen auseinanderzusetzen, sie zu hinterfragen und gegen Unrecht und menschenverachtende Einstellungen einzustehen.“

Stolz präsentierten die einzelnen Klassen die bereits in Angriff genommenen Projekte. Dazu gehörten Befragungen, Plakate, Fotomontagen, Filme, Power-Point Präsentationen, Recherchen über Flucht und Vertreibung und kleine Rollenspiele. Bei all diesen Aktivitäten wurde herausgearbeitet, dass Aussehen und Hautfarbe, Behinderung und Herkunft im Zusammenleben in und außerhalb der Schule keine Rolle spielen dürfen, dass Unterschiede das Leben sogar bunter machen, dass es viele Länder gibt, in denen es Kinder viel schlechter geht als denen in Deutschland und man die Augen nicht vor Rassismus und Diskriminierung verschließen darf. Rektor Patrick Merz wies bei der Moderation daraufhin, dass mit zunehmendem Alter die Schüler auch tiefer in die Materie eindrangen. Während sich die kleineren Schüler noch mit den Landesfarben, den Begrüßungsformeln und dem gemeinsamen Spielen beschäftigten, ging es bei den Älteren um die Flüchtlingssituation in Syrien, Mobbing unter Schülern, Schutz vor Aggression und Parteinahme bei Diskriminierung.

In Umfragen wurde auch festgestellt, dass in der Leimbachtal-Schule 25 Nationen vertreten sind und darüber hinaus sich auch noch viele weitere Schüler Elternteile und Großeltern haben, die schon vor längerer Zeit als Vertriebene, Flüchtlinge oder Arbeitssuchende nach Deutschland gekommen sind.

SMV und Schulleitung waren mit Recht stolz darauf, der Landeskoordinatorin Fueß mehr als 400 (90 Prozent) Unterschriften von Schülern, Lehrer und sonstiger Beschäftigter übergeben zu können. Sie hatten die Verpflichtung unterschrieben: „Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.“

Schulleiter und den beiden Schulsprecher Laura Schmidthäuser und Luca Gerads sorgten mit ihren Fragen dafür, dass „Jung und alt“ im Saal auch einiges Private von den beiden anwesenden Handballprofis erfuhren. Da war von Siegen und Niederlagen, von Verletzungen und Trainingsstress die Rede, aber auch davon, dass es beim Sport im Zusammenspiel keine Vorurteile in Bezug auf Herkunft oder Hautfarbe gäbe. Nach einem kleinen von den beiden Profis überwachten Wurftraining, ging es dann zum krönenden Abschluss ins Freie. Dort ließ jeder Schüler einen Luftballon mit seiner Adresse steigen. Im März würde man sich wieder treffen, um das Label als „Schule ohne Rassismus“ entgegennehmen, war von Merz zu erfahren, weitere Unterrichtsprojekte würden dann vorgestellt und von den „Rhein-Neckar-Löwen“ Preise an die Schüler vergeben, deren Ballone am weitesten von Dielheim entfernt gelandet sind.

Kinder im Jugenalter


– ein Infoabend zum Thema Pubertät mit Alexandra Janson

Zum zweiten Mal luden die VHS Südliche Bergstraße und der Förderverein der Leimbachtalschule gemeinsam zu einem Infoabend rund um das Thema Erziehung und Erwachsenwerden ein. Nach dem Schwerpunkt „Kindesalter“ im Herbst 2014 folgte nun „das Jugendalter“.

Die Teenie-Zeit und Pubertät unserer Kinder stellt die letzte große Etappe in der Erziehung dar. Die heranwachsenden Persönlichkeiten prüfen immer mal wieder, ob wir als Erziehende noch ausreichende Zuverlässigkeit als Schutz- und Ratgeber bieten, damit sie unbeschwert erwachsen werden können. Dabei kommen wir Erwachsenen hin und wieder an unsere eigenen Grenzen.“

Um diese Tatsache zu erklären, benutzte Alexandra Janson, Erzieherin, Supervisorin MarteMeo Therapeutin, das Bild des „Bergführerprinzips“ von Hermann Reißfelder und bezog sich dabei auf dessen gleichnamiges Buch, das im Mai 2015 erschien.

Welche Aufgabe haben die Eltern in dieser „speziellen“ Zeit und wie können sie die Teenies sinnvoll begleiten und stärken?

Janson benutzte Bilder, bei denen klar wurde, dass es die Aufgabe der Erwachsenen ist, junge Menschen in die Selbständigkeit und komplette Unabhängigkeit zu leiten. Dabei gab sie auch ganz konkrete Tipps: Eine gewinnbringende Kommunikation beginnt damit, dass Erwachsene in Leitungsmomenten in liebevoller Klarheit Ansagen sollten, anstatt Fragen zu stellen. Denn einsehen können die Jugendlichen jetzt vieles nicht – sie müssen sogar anderer Meinung sein, um sich abzulösen aus der Einheit mit den Eltern.

„Mit Sätzen wie: Weil Du mir wichtig bist, lasse ich nicht zu, dass…, sollten wir mit möglichst kooperativen Tönen dafür sorgen, in allen Entwicklungsbereichen Gelegenheiten zu schaffen, damit sich Jugendliche kompetent fühlen“, so Janson. Als zentrales Schlagwort nannte Sie hierfür „Aktivieren statt Kompensieren“.

Denn lösen die Eltern die Probleme ihrer Kinder und Jugendlichen, so bleiben diese von den Eltern als Problemlöser abhängig und entwickeln keine eigenen Kräfte, die sie in Krisen und Konflikten aktivieren könnten. Ist der Problemlöser nicht parat, sind die Jugendlichen ängstlich und unsicher. Sie können nicht auf Erfolgserlebnisse aus ähnlichen Krisensituationen zurückgreifen.

Oft reicht es auch nur, der selbständigen Handlungsplanung und Problemlösung Raum zu geben, mit Sätzen wie: „Ich bin gespannt wie du das löst!“

Vielen der etwa 70 Zuhörer wurde bewusst, dass es natürlich für „uns“ Erwachsene im ersten Moment einfacher wäre, die anfallenden (Haus-) Arbeiten selbst zu leisten oder Probleme aus der Welt zu schaffen. Statt den oft eher antriebsarmen Teenager dazu zu bringen Verantwortung für die Dinge zu übernehmen, die so gar nichts mit dem geliebten „Chillen“ zu tun haben, erledigen es die Erwachsenen oft selbst.

„Doch das Lebensschiff der Teenies kann nur dann selbständig den Stürmen des Lebens standhalten, wenn es ausreichende Gelegenheiten hatte, Kompetenzen auch in unbeliebten Dingen zu entwickeln,“ so bringt es Alexandra Janson auf den Punkt.

Mit dem Bild des Lebensschiffs beschrieb Janson eine weitere wichtige Funktion des Elternhauses: Als bedingungslos liebende Eltern sind die Erwachsenen gefordert dem jungen „Lebensschiff“ ein sicherer Hafen bleiben. „Zu ihm kehrt es mehr und mehr nur noch zurück, um „Proviant“ zu holen oder wenn der Sturm des Lebens es gebeutelt hat.“ Oft gilt es, einem „Müllcontainer“ gleich, erst einmal die aufgestauten Emotionen anzunehmen, bzw. auszuhalten und zu benennen. Dann gilt es herauszufiltern, welche Kompetenz das Kind noch nicht entwickelt hat, wenn Erlebnisse es sehr belasten. Nun sollten Eltern überlegen, wie sie Hilfe zur Selbsthilfe geben können, also zu selbständigen Lösungen verhelfen und nicht fertige Lösungen vorlegen oder die Probleme gar selbst für die Jugendlichen lösen.

„Entscheidend als Basis der gewinnbringenden Kommunikation ist also erst einmal dem Jugendlichen zu folgen, das heißt seine Situation und die vorhanden Gefühle zu benennen, um somit Unterstützung dabei zu geben, die hormonell bedingt heftigen Emotionen zu registrieren, dann Hilfestellung dabei zu geben und diese zu regulieren“, so Jansons Empfehlung an die Eltern.

Abschließend gab Alexandra Janson den Eltern noch einen kleinen Trick mit an die Hand: Um bei heftigen Gefühlsausbrüchen oder für einen selbst nicht nachzuvollziehenden Ereignissen einigermaßen gelassen zu bleiben erst mal „Upps!“ sagen. Also ähnlich wie das „Hoppala“, das wir auch sonst bei Missgeschicken der Kleinen ausformen und damit Gelassenheit vermitteln. Die gestressten Hirnregionen werden erstmal bei allen Beteiligten frei und man schafft eher wieder die Kurve, souverän zu handeln und angemessene Töne zu finden. „Stimme macht Stimmung“, so Janson und Jugendliche brauchen immer mal wieder eine gelassene Stimme des Gegenübers, um aus der „Motz-Schleife“ herauszufinden. So kann es den Teenies gelingen immer wieder ein Modell für angepasste Töne zu bekommen und diese auch zu finden.

Jansons Fazit: Eltern sollten sich darüber im Klaren sein, dass die „wilden Zeiten“ sein müssen, um sich als eigene (gegensätzliche) Persönlichkeit wahrzunehmen, unabhängige Kräfte zu spüren, Probleme zu erzeugen und zu lernen, diese selbständig zu lösen.

Jugendliche, die genug Freiraum bekommen, ein gutes Selbstbild und Unabhängigkeit über selbständige Handlungsbereiche zu erfahren, haben es – und machen es dem Umfeld – einfacher. Hier bietet übrigens Vereinsarbeit eine optimale „Fundgrube“.

Ziel ist also, so Janson, das Selbstbild überwiegend mit Erfolgserlebnissen zu bestätigen und so das Erwachsenwerden nach jedem Teilerfolg mit „gutem Gesicht“ zu feiern. „Feiern ist ja sowieso die Lieblingsbeschäftigung in dieser Zeit und so war der letzte Tipp des Abends, die Chance wahrzunehmen, durch unsere Teenies an unsere eigenen wilden Zeiten erinnert zu werden, um so manches verschmitzte Lächeln in unsere eigenen Gesichter zu zaubern.“

Gemeinsam gegen Gewalt


Prävention an der Leimbachtalschule

Das Leitmotiv der Leimbachtalschule, “Eine Schule zum Wohlfühlen”, steht jeden Tag erneut auf dem Prüfstand, wenn Schülerinnen und Schüler in der Schule zusammenkommen. Denn im Zusammenleben gibt es immer wieder Konflikte, die sich auch über den Schultag hinaus erstrecken können.

Aber wann wird aus einem Konflikt mehr als nur ein Streit? Wann und wie entsteht daraus Gewalt? Diese und andere Fragen konnten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7a und folgend auch in der 7b an zwei Vormittagen mit Herrn Roßmann und Herrn Zuber, Jugendsachbearbeiter der Polizei, klären und mit anschaulichen Beispielen erarbeiten.

Dabei wurde der Unterschied zwischen Gewalt gegen Personen, Sachen und Tiere verdeutlicht. Außerdem erkannten die Schülerinnen und Schüler die Wirkung von seelischer und körperlicher Gewalt. Anhand eines Filmbeispiels versetzten sie sich in die Perspektiven von Täter, Opfer und Zeuge und verbalisierten ihre Gefühle.

Der aktuelle, unmittelbare Lebensbezug des Themas für die Schülerinnen und Schüler machte diesen Unterricht mit Polizeiexperten eindrucksvoll und erfolgreich.

Die Prävention ist eine Leitperspektive des neuen Bildungsplanes und ein wesentlicher Baustein des schulischen Arbeitens an der Leimbachtalschule. Neben Gewaltprävention sind weitere Schwerpunkte Umgang mit Medien, Suchtprävention und Gesundheitserziehung. Ein eigenes Präventionscurriculum legt in den einzelnen Klassenstufen unterschiedliche Schwerpunkte, wobei der Präventionsgedanke durchgehend den Unterricht in allen Jahrgansstufen durchzieht. Die Polizei ist dabei ein wichtiger schulischer Partner in verschiedenen Projekten.

Prävention – Kooperation mit der Polizei
Prävention – Kooperation mit der Polizei

Sicher im Verkehr – ADAC überreicht Warnwesten für die Schulanfänger


Unter der Federführung des ADAC stattete die Stiftung „Gelber Engel“ Schulanfänger wieder mit Sicherheitswesten aus. In diesem Jahr überbrachte uns Matthias Greidenweis vom CRT Dielheim im Auftrag des ADAC die Warnwesten. Bürgermeister Hans-Dieter Weis und Rektor Patrick Merz ließen es sich nicht nehmen gemeinsam mit ihm den Schulanfängern offiziell die Westen zu übergeben.

Alle 27 Minuten wird auf Deutschlands Straßen ein Kind von einem Auto erfasst – oft deshalb, weil es nicht oder zu spät gesehen wurde. Vor allem in der dunklen Jahreszeit müssen Kinder so rechtzeitig gesehen werden, dass es erst gar nicht zu einem Unfall kommt. Eigens zu diesem Zweck wurde die neutrale und werbefreie Sicherheitsweste entwickelt. Die Warnwesten sind mittlerweile ein fester Bestandteil der „Schulausstattung“ der Schulanfänger.

Die Kinder sollen die neuen Westen, die weithin sichtbar sind, auf Ihrem Weg zur Schule tragen. Sehen und gesehen werden ist besonders im Herbst und Winter überlebenswichtig. Unter dem Motto „Leuchtende Kinder kommen sicher ans Ziel!“ sind die Westen ein wichtiger Beitrag zur Unfallvermeidung.

Besonders Schulanfänger erfordern im Straßenverkehr besondere Aufmerksamkeit. Insbesondere die morgendliche Anfahrt zu unserer Schule birgt große Gefahrenquellen. Sollte Ihr Kind nicht zu Fuß in die Schule gehen können, so wählen Sie bitte den „Aussteigepunkt” so, dass keine Gefährdung für andere Kinder entsteht. Geeignete Plätze sind in unserem Schulbereich z.B. der Basketballplatz oder auch Querstraßen mit geringem Straßenverkehr und sicheren Zugangswegen zur Schule in unmittelbarer Schulnähe.

Die Schule bedankt sich auf diesem Wege ganz herzlich bei den Trägern der Aktion.

Selbstbehauptungsseminar für Mädchen der Klassen 9 und 10


In Kooperation mit dem Polizeirevier Wiesloch konnten wir unseren Schülerinnen der Klassen 9 und 10 eine Selbstbehauptungsseminar anbieten. Habe ich Angst, wenn ich in der Dunkelheit alleine unterwegs bin? Was gefährdet mich, wie erkenne ich ob ich wirklich in Gefahr bin? Wie verhalte ich mich, wenn ich überfallen werde? Kann ich mich wehren oder muss ich mir alles gefallen lassen? Wie wehre ich mich effektiv und wie sind die rechtlichen Bestimmungen bei Gewalt- und Sexualstraftaten? Wie kann ich mich der Polizei anvertrauen?

Polizeihauptmeister Michael Rossmann und seine Kollegin Polizeihauptmeisterin Sonja Dobuschzeigten an zwei Nachmittagen Handlungsmöglichkeiten und Verhaltenshilfen auf. Neben Gesprächen und gedanklichen Überlegungen, ging es in Übungen ganz konkret um die richtige und gezielte Reaktion.

Ziel des Seminars ist es durch Selbstvertrauen und mentale Vorbereitung auf schwierige Situationen den Mädchen Sicherheit und Handlungskompetenz zu vermitteln.

Die Rückmeldung der Mädchen war sehr positiv. „Ich fühle mich gestärkt und sicherer in kniffeligen Situationen“, so eine spontane Rückmeldung einer Teilnehmerin.

Der Selbstbehauptungskurs ist einer von vielen Bausteinen der schulischen Präventionsangebote, die weit über Gewaltprävention hinausgeht. Ein herzliches Dankeschön an die Polizei Wiesloch für die aktive Unterstützung unserer Präventionsarbeit.

Prävention – Kooperation mit der Polizei
Prävention – Kooperation mit der Polizei

Computerspiele und Lernsoftware für Kinder


Eine gemensame Veranstaltung des Fördervereins und der VHS

Was fasziniert Kinder am Computer? Sollen schon Vorschulkinder an den Computer?

Woran erkennt man gute Software? Welche Spiel- und Lernmöglichkeiten bietet der PC?

Kinder begegnen den neuen Technologien und Medienwelten meistens ziemlich unbefangen und mit einer großen Portion Neugier. Was es heißt, ganz selbstverständlich in einem multimedialen Umfeld aufzuwachsen, können wir Erwachsene jedoch häufig nur schwer nachvollziehen. Entsprechend groß ist bei vielen die Verunsicherung, welche Auswirkungen diese neuen medialen Erfahrungen auf die kindliche Entwicklung und ihr Weltverständnis haben.

Der Förderverein der Leimbachtalschule e.V. und die Volkshochschule Südliche Bergstraße e.V. luden gemeinsam zu einer Informationsveranstaltung zum Thema “Computerspiele und Lernsoftware für Kinder” ein. Mit Anja Kegler, Soziale Verhaltenswissenschaftlerin (MA) und Referentin für medienpädagogische Elternarbeit der Aktion Jugendschutz und Günther Bubenitschek, Erster Kriminalhauptkommissar und Geschäftsführer des Vereins Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V., war es gelungen zwei erfahrene Referenten im Bereich Prävention für das breitgefächerte Thema zu finden.

Was fasziniert Kinder also am Computerspielen?

Der Computer und das Internet haben bereits in Kinderzimmern Einzug gehalten. Kindern steht damit eine kunterbunte Spielwiese zur Verfügung. Schon Schulkinder werden durch Edutainment-Software an den Umgang mit Maus und Bildschirmbuttons gewöhnt; spezielle Kiddie-Sites im Internet bieten Videoclip und Chats für Kinder an, die meist unbefangen und neugierig auf die neuen Technologien und Medienwelten zugehen.

Anja Kegler und Günter Bubenitschek zeigten auf, welche Auswirkungen die medialen Erfahrungen auf die kindliche Entwicklung und ihr Weltverständnis haben. Gemeinsam mit den Teilnehmern wurden Fragen rund um den Spiel- und Lernplatz Computer erörtert und diskutiert.

Anhand verschiedener Spiele, die die Teilnehmer ausprobieren konnten, wurden Tücken, aber auch Nutzen von Spielen aufgezeigt. Als Orientierung für den altersgemäßen Einsatz wurde neben der Alterskennzeichnung, pädagogische Empfehlungen des Jugendschutzes auch die europäische Kennzeichnung PEGI zur Orientierung beleuchtet.

Erstaunliche Fakten: Bereits 19 % der 6-jährigen haben ein Handy. Bei den 12- bis 13-jährigen liegt der Anteil bereits bei 93 %! Erfahrungsgemäß dreht es sich dabei nicht mehr um ein klassisches Handy sondern um Smartphones, die Internetzugang, Spiele und Apps anbieten.

Zur Orientierung für den zeitlichen Umfang der täglichen Mediennutzung von Kindern orientierte sich das Referententeam an den Empfehlungen der Bundeszentrale für Gesundheitsschutz: 0 bis 2 Jahre möglichst wenig bis gar nicht. 2 bis 3 Jahre maximal 20 Minuten TV und Hörspiele. 3 bis 5 Jahre maximal 30 Minuten PC oder TV, 6 bis 10 Jahre maximal 45 Minuten PC oder TV, 11 bis 14 Jahre 60 bis 90 Minuten PC oder TV. Dabei empfohlen beide, dass die Zeiten immer individuell ausgehandelt werden sollten. Pauschale Empfehlungen sind hier nicht sinnvoll. Je älter die Kinder sind, desto mehr sollten sie zudem in die Entscheidung und die verantwortungsvolle Nutzung eingebunden werden.

Letztlich wurden auch Themen der Haftung und Verantwortung bei der Nutzung des Internet angesprochen. Hier zeigte sich, dass ein allzu argloser Umgang mit Daten einerseits, aber auch ein völlig unkontrollierter Zugang der Jugendlichen zum Netz nicht sinnvoll ist. Hier gab es abschließend noch einen Überblick über geeignete Filtersoftware, die die Jugendlichen vor ungeeigneten Seiten schützt und die Eltern bei der Medienerziehung unterstützt. Computerspiele und Lernsoftware für Kinder. Am Ende des Abends konnten die Teilnehmer ein gutes Stück „Mehrwissen“ und Sicherheit mitnehmen.

Computerspiele und Lernsoftware für Kinder
Computerspiele und Lernsoftware für Kinder

Intelligente Unterhaltung – geschickte Aufklärung


Internetkriminalität, Datenschutz, Cybermobbing – das waren die Themen bei „Romeo added Julia“, einem Zwei-Personen-Stück des Berliner Dominique-Berg-Theaters, das in der Kulturhalle vor über 100 SchülerInnen der Klassenstufen 7, 8 und 9 aufgeführt wurde.

Die Story in Kürze: „Julia, die soeben erst in die Großstadt gezogen ist, lernt übers Internet den jungen Romeo kennen. Sie kommen online „ins Gespräch“ und es entsteht eine Freundschaft, aus der später vermeintlich Liebe wird. Doch Romeo ist nicht, wer er scheint. Er ist seit acht Monaten arbeitslos, was ihn jedoch nicht davon abhält, von einem tollen Job in einer großen Firma zu schreiben. Und das ist nicht die einzige Lüge, die schneller getippt als gedacht ist. Aber wer erfährt das schon? Jeder macht sich doch ein wenig schöner, jünger, beliebter und erfolgreicher. Bald ist beiden klar: wir gehören zusammen. Julia ist verliebt, sie fantasiert, schmiedet Pläne. Und ignoriert Romeos zaghaften Versuch, doch noch die Wahrheit zu sagen. Die Verbindung scheint perfekt, bis Romeo auf einmal vor der Tür steht. Doch statt dem erwarteten Kuss: die Realität und ein Verbrechen…“

Die Schüler erlebten eine starke Inszenierung, die in rasantem Tempo durch Höhen und Tiefen führte und ganz ohne erhobenen Zeigefinger daherkam. Dank des hervorragenden Spiels der beiden Darsteller Jördis Nieschant und Angelos Marinis, die die Situationen oftmals beklemmend, teilweise aber auch erheiternd und jedenfalls immer spannend erfahrbar machten, konnten sich die jungen Zuschauer gut mit den Rollen identifizieren – die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Botschaft die Jugendlichen erreicht.

Wie aktuell und wichtig die Themen des Stückes gerade auch für unsere Schüler sind, zeigt sich immer wieder im Rahmen von Gesprächen, insbesondere im Informatik-Unterricht: Jungen und Mädchen berichteten, wie bedenkenlos sie Bilder, persönliche Daten, ganze Namen und Adressen im Internet preisgeben und sich im Chat mit völlig Unbekannten verabreden, teilweise auch treffen. Fast alle der zuschauenden Jugendlichen gaben an, regelmäßig soziale Netzwerke wie Facebook o.ä. zu nutzen. Viele haben „Freunde“, die sie noch nie leibhaftig gesehen haben.

Das im Anschluss an die Aufführung stattfindende Nachgespräch bot Gelegenheit, Fragen zur Handlung des Stückes zu klären, aber auch persönliche Erfahrungen zu thematisieren. Als geladene Gäste konnten die Mannheimer Kriminalhauptkommissarin Tanja Kramper (Kriminalprävention Rhein-Neckar) sowie Alexander Faulhaber (Sachbearbeiter Vorbeugung Polizeirevier Wiesloch ) und Dietmar Zuber (Jugendsachbearbeiter Polizeirevier Wiesloch) wichtige Informationen zu Internetkriminalität geben und offene Fragen direkt und kompetent beantworten.

Finanziert wurde die Aufführung durch Zuschüsse von „Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V.“ und des Fördervereins der Leimbachtalschule, so dass die Veranstaltung für die SchülerInnen kostenfrei – aber sicher nicht umsonst – war.

Im umfangreichen Präventionscurriculum unserer Schule steht für jede der Klassenstufen 5 – 10 jeweils mindestens ein Baustein aus dem Bereich Prävention verpflichtend sowie mehrere weitere Bausteine optional zur Verfügung. Dabei werden Suchtprävention, Gewaltprävention und Gesundheitsförderung berücksichtigt und sinnvoll miteinander verknüpft.

Die SchülerInnen äußerten sich begeistert über die Vorstellung von „Romeo added Julia“ und hinte einen tiefen Eindruck: „Das war das erste Mal, dass mir Theater gefallen hat“, meinte einer. Und eine andere: „Dass Internet-Bekanntschaften gefährlich sein können, wussten wir ja eigentlich schon vorher. Aber durch das Stück ist mir erst richtig bewusst geworden, dass wirklich etwas Schlimmes passieren kann.“ Und: „Man denkt ja immer, so etwas passiert nur anderen. Aber das hat Julia bestimmt auch gedacht…“

Der Vormittag kann also als voller Erfolg verbucht werden, denn das Dominique-Berg-Theater wurde seinem Anspruch uneingeschränkt gerecht: es verbindet geschickt Aufklärung mit intelligenter Unterhaltung.

Intelligente Unterhaltung
Intelligente Unterhaltung
Intelligente Unterhaltung
Intelligente Unterhaltung

Vertrauen lernen und Anerkennung finden


Das „Theater im Bahnhof“ bietet einen ganz besonderen Workshop für Haupt- und Werkrealschüler in Dielheim

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 b aus der Werkrealschule in Dielheim sollen einen Kreis bilden und sich an den Händen fassen. Das ist nicht so einfach, wenn eine Mädchen- und eine Jungenhand aufeinander treffen oder zwei sich berühren sollen, die sich noch eine Stunde vorher spinnefeind gewesen waren. Anschließend muss jeder in die Mitte gehen, die Runde anschauen und seinen Namen sagen. Auch das macht Probleme, genauso wie die Füße so zu stellen, dass sie „Fünf nach Elf“ anzeigen. Noch eine Spur schwieriger wird es, sich mit „Ich bin der tolle Timo“ oder ich bin die fröhliche Fatma“ vorzustellen, also einer Eigenschaft mit dem gleichen Anfangsbuchstaben wie der Vorname. Bei diesen etwas ungewohnten Aufgaben im Workshop des Dielheimer Theaters im Bahnhof sorgt der Theaterpädagoge und langjährige Regisseur Manfred Maier dafür, dass niemand bloßgestellt wird. So füllt er die Lücke zwischen zwei Händen, die nicht zueinander finden wollen oder macht eine misslungene Fußstellung schnell zur neuen Aufgabe bevor Lacher aufkommen.

Mit dieser etwas anderen Art von Unterricht möchte Maier die Kinder spielerisch an das Theaterspiel heranführen, was nicht heißt, dass es nicht anstrengend wäre. Zuhören- und Zusehen, Konzentration und Körperbeherrschung sind wichtige Fähigkeiten, die es zu beachten gilt, ohne dass irgendwelches Fachwissen abgefragt werden muss. „Es ist wichtig, dass ihr euch auf euren Partner verlassen könnt“, erklärt Maier den Kindern, als sie paarweise und abwechselnd „Blinder“ und „Blindenführer“ spielen. Richtig anstrengend wird es mit „Slow Motion“. Jeweils ein Paar muss dich quer über den Zuschauerraum in Zeitlupentempo aufeinander zu bewegen: „Partner anschauen, und wenn der rechte Fuß geht, dann geht die linke Hand vor.“

Schon kleine Kinder haben großen Spaß daran sich zu verkleiden und in eine andere Rolle zu schlüpfen, angefangen von „Papa und Mama“ und dem „strengen Lehrer“ oder dem „Onkel Doktor“ bis zum Fußballstar oder dem Held einer Science Fiction-Serie im Fernsehen. Aus diesem Grund ist Kindertheater mehr als die künstlerische Darstellung einer Geschichte. Unter pädagogischer Anleitung können hier Kinder ihre Emotionen zeigen und gleichzeitig lernen sie zu kontrollieren. Auch Kinder, die nicht gerade zu den Gewinnern im Leben und in der Schule gehören, entwickeln Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, erleben die Anerkennung von Freunden und den Eltern und genießen den Applaus bei jeder Aufführung. Gerade deshalb ist es Maier ein Anliegen, die Kinder der Haupt- und Werkrealschule in Dielheim an das Theaterspiel heranzuführen. „Hier lernen sie Konzentration und Ausdauer, auch die Liebe zum geschriebenen Wort.“ Comics seien durchaus ein geeigneter Einstieg.

Immerhin zeigte die Hälfte der Workshop-Teilnehmer Interesse, in einer regelmäßigen Gruppe weiterzumachen. Einige Jungs waren allerdings waren mehr an der Abteilung „Technik“ mit den Scheinwerfern für die Bühnenbeleuchtung, Schaltpult und Verstärkern interessiert. „Auch die werden gebraucht“, ließ Maier wissen. Außerdem gäbe es, bevor ein Stück auf die Bühne komme, noch sehr viel zu tun, wie zum Beispiel der Kulissenbau, die Kostüme und das Schminken. Im Gespräch mit der RNZ erzählte Maier, dass der Theaternachwuchs sich bisher überwiegend aus Gymnasiasten zusammensetzte, die aber nach dem Abitur immer häufiger „hinaus in die Welt“ ziehen würden. So setze er auf die Haupt- und Werkrealschüler, die gute Aussichten hätten, in der Region eine Lehrstelle zu erhalten und damit vielleicht eher am Ort oder in der Umgebung blieben. Abschließend wies er noch daraufhin, dass in nächster Zeit in Zusammenarbeit mit der Musikschule Horrenberg-Dielheim eine Kindergruppe gebildet und von einem qualifizierten Theaterpädagogen geleitet werde. Falls Eltern die Gebühren nicht aufbringen könnten, suche der Verein gemeinsam mit der Schule nach einer Lösung.

Theater im Bahnhof
Theater im Bahnhof
Theater im Bahnhof

Forumtheater “Wilde Bühne” an der Leimbachtalschule


Forumtheater “Wilde Bühne” an der Leimbachtalschule

Bereits zum vierten Mal gastierte die Stuttgarter Theatergruppe „Wilde Bühne“ am Montag, den 27.06. an der Leimbachtalschule. Im Forumtheater werden Szenen zu Themen der Sucht- und Gewaltprävention gespielt. Das Publikum – in unserem Fall die Schüler der Klassen 7 bis 10 – kann in diese Szenen ab einem bestimmten Zeitpunkt eingreifen, um durch Mitspielen der Handlung einen neuen Verlauf zu geben. Im Ensemble der „Wilden Bühne“ spielen ehemals Drogenabhängige, die ihre eigenen lebens- geschichtlichen Erfahrungen ins Spiel einfließen lassen. Die Stücke orientieren sich vor allem aber an der Lebenswirklichkeit der Schüler. Im Mittelpunkt der ersten Szene stand der „uncool“ gekleidete Bernd, der in Vanessa verliebt ist. Vanessa erwidert seine Gefühle, traut sich aber nicht, zu ihm zu stehen, da ihre Clique Bernd ablehnt und verhöhnt. An dieser Stelle wurden die Schüler aufgefordert, ihre Meinung zum Verhalten der einzelnen Akteure zu äußern und alternative Handlungsmöglichkeiten vorzuschlagen. Zusammen mit den Schauspielern improvisierten die jugendlichen Zuschauer einzelne Szenen neu und demonstrierten dabei, wie man sich für Andere stark machen kann. Im Spiel konnten die Schüler verschiedene Verhaltensweisen aufzeigen, erproben und besprechen. Diese Erfahrung kann im Konfliktfall helfen, sich bewusst gegen Gewalt und gegen Drogen zu entscheiden. Beim zweiten Stück ging es um Cyber-Mobbing: Als Lukas im Geschichtsunterricht versagt, wird er von Mitschülern mit dem Handy gefilmt, das Video wird ins Internet gestellt. Lukas rastet aus, es kommt zu Handgreiflichkeiten…

Auch im Anschluss an diese Szene konnten die Schüler verschiedene Versionen durchspielen, in denen Opfer, Täter, Mitschüler und Lehrer ihr Verhalten änderten. Dabei wurde deutlich, dass zwar manche Dinge nicht zurückzunehmen sind, aber Dialog- bereitschaft und Entschuldigung zwischenmenschliche Beziehungen positiv verändern können. Im Rahmen des weitgefächerten Suchtpräventionsprogrammes der Leimbachtalschule ist das Forumtheater alle zwei Jahre zu Gast in Dielheim. Die Aufführung wird vom Verein Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar und dem Förderverein der Leimbachtalschule finanziell unterstützt. Als Vertreter der Polizei Wiesloch, Bereich Prävention, war Alexander Faulhaber anwesend, dessen sachkundige Auskünfte zu Fragen der Schüler zum Thema Cyber-Mobbing eine wertvolle Ergänzung darstellten. Bei den Schülern findet das Konzept großen Anklang, da hier ohne Belehrung und erhobenen Zeigefinger die Möglichkeit geboten wird, selbstständig befriedigende Lösungen zu finden für Konfliktsituationen, die sie so oder ähnlich aus ihrem (Schul-) Alltag kennen. Darum blickt die Leimbachtalschule schon jetzt in gespannter Erwartung auf das Jahr 2013, wenn es wieder heißt: Vorhang auf für die „Wilde Bühne“!

Kathrin Klein