Die Geschichte der Leimbachtalschule


Eine langer Weg

 

In Dielheim hat es bis heute mindestens acht Schulhäuser gegeben. Die älteste Nachricht über ein Schulgebäude findet sich 1689 im Zusammenhang mit der Niederbrennung Dielheims durch französische Soldaten im Pfälzischen Erbfolgekrieg. In einem Bericht erwähnt der Dielheimer Pfarrer Stumpf, dass bei dem Brand des Dorfes nicht nur die Kirche, sondern auch das angrenzende Schulhaus in Asche gefallen sei.

Bis 1716 besaß die völlig verarmte Gemeinde kein Schulhaus mehr, so dass der Unterricht in Privathäusern abgehalten werden musste. Danach konnte direkt an der Kirchenmauer ein kleines Schulhaus errichtet werden, das 1785 dem Neubau der Kirche zum Opfer fiel. Für zehn Jahre zog die Schule nun in das sowieso schon viel zu kleine Rathaus um, in dem nur jeweils die Hälfte der Schüler Platz fand.

1795 erwarb die Gemeinde ein altes Haus, in dem laut Aufzeichnungen des Pfarrers “ohne Nachteile für die Gesundheit” kein Unterricht gehalten werden konnte. Die Schulaufsichtsbehörde bezeichnete das Schulhaus bei einem Besuch als “Kerker mit elenden Schulmöbeln”.

1806 konnte endlich ein Neubau in der heutigen Schulgasse in Angriff genommen werden. Da der Bürgermeister den Bau ständig behinderte und das wenige Geld der Gemeinde für die Vergoldung von Heiligenfiguren in der Kirche ausgab, enthob ihn das Bezirksamt kurzerhand seines Amtes. So konnte das neue Schulhaus erst nach einigen Verzögerungen als bis dahin fünftes Schulhaus in Dielheim bezogen werden.

1825 drängten sich in dem nur etwa 50 qm großen Schulzimmer 230 Kinder, die von einem Lehrer unterrichtet wurden. Da die Gemeinde eine Erweiterung ablehnte, griff schließlich das Innenministerium ein und verfügte, dass jeweils 115 Kinder am Vormittag und 115 am Nachmittag zu unterrichten seien. Erst 1876 konnte in der Hauptstraße an der Leimbachbrücke ein großzügiger Neubau mit drei Schulsälen nach modernen Gesichtspunkten errichtet werden. Bei der raschen Bevölkerungszunahme zum Ende des 19ten Jahrhunderts war das Schulhaus allerdings nach nur neun Jahren schon wieder zu klein.

1908 baute die Gemeinde ein weiteres Schulgebäude in der Schulstraße (heute Leimbachkindergarten) mit zwei zusätzlichen Schulsälen. Im Laufe der Jahre wandelte man zwar zwei Lehrerwohnungen in Schulsäle um, doch platzten die beiden Schulen nach dem Zweiten Weltkrieg infolge des Bevölkerungsanstiegs durch Flüchtlinge aus allen Nähten. So konnte schließlich nur ein großzügiger Neubau Abhilfe schaffen.

1965 wurde die heutige Leimbachtalschule mit 15 Klassenräumen, fünf Fachräumen sowie einer Turnhalle mit Lehrschwimmbecken fertiggestellt. Da Dielheim als aufstrebende Gemeinde weiterhin wuchs, folgte 1976 ein Erweiterungsbau mit fünf Klassenzimmern, einer Aula, einem Physiksaal, zwei Werkräumen, einem Lehrerzimmer und verschiedenen Nebenräumen. Seit 1984 können durch den Bau der Leimbachhalle zwei Klassen gleichzeitig in Sport unterrichtet werden. 1996 erfolgte mit der Einbeziehung des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses eine nochmalige Erweiterung um zwei Klassenzimmer und einen Kursraum.