Auf dem Bolzer fliegen Späne


Am vergangenen Dienstag war es wieder soweit. Das InfoMobil der Metall- und Elektroindustrie besuchte die siebten Klassen der Werkrealschule in Dielheim. Auf den 46qm des Gelenkbusses erlebten die Schüler praxisorientierte, lebendige Berufsinformationen aus erster Hand.

Das Fahrzeug beherbergt eine funktionstüchtige „Fertigungsstraße“. Diese zeigt, wie ein moderner Herstellungsprozess in der Metall- und Elektroindustrie abläuft. Die besondere Herausforderung dabei, die Besucher schrieben ihr eigenes CNC-Programm, um im Anschluss unter fachkundiger Anleitung auf dieser Basis an einer CNC-Maschine die Späne fliegen zu lassen.

Nach der Fertigung nahm sich die Besatzung des Busses der einzelnen Fragen der Schüler an. Im Mittelpunkt der anschließenden Beratung standen gewerblich-technischen Berufe wie Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Elektroniker und Geräte- oder Systemmechatroniker.

Gut informiert verließen die Schüler die Veranstaltung. Auf dem Weg zurück in den Unterricht wurden bereits berufliche Zukunftspläne geschmiedet.

Auf dem Bolzer fliegen Späne
Auf dem Bolzer fliegen Späne

Das M+E-InfoMobil landete in Dielheim


Das M+E-InfoMobil landete in Dielheim

Krasser Bus auf dem Bolzer – Solche oder ähnliche Statements waren vergangenen Donnerstag und Freitag in der Dielheimer Werkrealschule zu hören. An diesen Tagen hatten vier Klassen der Jahrgangsstufe sieben und acht die Möglichkeit das 17,50m lange InfoMobil der Metall- und Elektro-Industrie zu erkunden.
Im Inneren erwartete die jungen Forscher vier Multimedia-Terminals mit Videos, Grafiken, Berichten, und Computeranimation zu allem Wissenswerten und Interessanten rund um die Metall- und Elektro-Industrie. An zwei „CNC-Maschinen“ konnten die Schüler selbst Hand anlegen und ein selbstprogrammiertes Werkstück fertigen. Stolz präsentierten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss ihre Werke. An Modellen zur Getriebelehre oder zur Brennstoffzelle erhielten die „jungen Forscher“ anschaulich Einblick in technische Systeme. Neben Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsbildern, erhielten die Besucher Tipps für Bewerbungen und Adressen von regionalen M+E-Betrieben
Die Zeit im Mobil verging wie im Fluge, so dass eine sehr kurzweilige und informative Veranstaltung die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg der Berufsorientierung voran

Die Mädchen sägen wie die Weltmeister


Hockenheimer Tageszeitung, 19.10.2013

Reilingen. “Wir wollen zeigen, dass es noch etwas anderes für Mädchen gibt als Friseurin oder Hotelfachfrau”, sagt Christiane Marquetant vom gleichnamigen Zimmereibetrieb aus Reilingen. “Sie sollen einfach mal eine Säge in die Hand nehmen – ohne Angst zu haben, dass etwas schiefgeht.” Und wenn die Acht- und Neuntklässler aus Reilingen, Baiertal, Diehlheim und Mühlhausen beim gestrigen Berufsparcours, organisiert durch die Schillerschule, in der Fritz-Mannherz-Halle zum Werkzeug greifen, “sägen sie wie die Weltmeister”, freut sich Marquetant. Dann ist von Angst keine Spur mehr.

Verborgene Talente entdecken

Genau das gleiche Bild bietet sich beim Stand zum Berufsbild Holzmechaniker beziehungsweise Tischler. Lehrer Uwe Lackner aus Diehlheim betreut die insgesamt 192 Schüler hier. “Der Bohrer ist den meisten Mädchen suspekt, bei den Jungen ist das natürlich anders. Die greifen einfach zu und los geht’s.” Und genau das ist auch das Ziel der Veranstaltung: sich ausprobieren und einfach mal testen, was einem im späteren Berufsleben gefallen könnte. So können die Jungs auch mal zum Lockenwickler greifen und am Stand von Evas Hairstore mal die Haare der Frisierpuppe stylen.
So entdeckten die Schüler der achten und neunten Klassen vielleicht auch das eine oder andere verborgene Talent – und das kommt bei den Jugendlichen super an. “Der Berufsparcours ist richtig cool. Das könnte man ruhig öfter machen”, platzt es aus Aileen Karatas von der Schillerschule heraus. “Ich wollte immer schon Friseurin werden, habe jetzt aber auch einen Einblick ins Hotelfach erhalten. Das finde ich auch richtig interessant. Auch das Bauen des Schlüsselanhängers am Tischler-Stand hat Spaß gemacht.” So hat die Achtklässlerin doch noch einige neue Berufsideen entdeckt. Das freut Lehrer und Organisator Kurt Heißwolf natürlich: “Genau das wünschen wir uns. Das Handwerk ist bei den Schülern nicht mehr so stark nachgefragt. Daher macht es besonders Sinn, dass sich gerade die hier ansässigen Betriebe vorstellen und zeigen, wie der Beruf wirklich aussieht.”
Beschreibungen bei den Arbeitsagenturen sind oftmals abstrakt und starr formuliert. Beim Berufsparcours, der seit einigen Jahren zwischen den vier Gemeinden organisiert wird, erleben die Schüler hautnah, welche Arbeiten welchen Beruf ausmachen. Er setzt sich aus praktischen Aufgaben und theoretischen Workshops zusammen und fand nun zum ersten Mal in Reilingen statt. Bei den Workshops erfahren die Schüler etwas über Sozialversicherungen, hören Wissenswertes zu Vorstellungsgesprächen oder machen einen Berufseignungstest. Auch ein Rhetorikseminar wird angeboten. “Wir wollen den Jugendlichen auch vermitteln, dass sie beispielsweise nicht mit Mütze und schmutziger Jeans zu einem Vorstellungsgespräch gehen”, ergänzt Schulleiter Falk Freise seinen Kollegen.

Lob an die Betriebe

Großes Lob geht auch an die hiesigen Betriebe. Heißwolf: “Ich finde es toll, dass die sechs Firmen aus Reilingen und Neulußheim ihre Auszubildenden geschickt haben. Da ist das Gespräch doch eher auf Augenhöhe, als wenn der Chef vor den Achtklässlern steht.” Und diese lockere Art der Veranstaltung merkt man auch in der Halle beim Parcours. Die Schüler probieren alle Stationen ohne Scheu durch. “Ich hab’s geschafft!”, sagt Ailleann Bender von der Schillerschule am Stand für Mechatroniker, Elektroniker und Ingenieure. Sie musste Kabel so verlegen, dass beim Drücken der Taste ein Ton erklingt. Gar nicht so einfach, aber mit ihren Freundinnen Daylin Jankowski und Nina-Anica Hage hat sie es hinbekommen. “Aber Elektriker wäre nichts für mich”, sagt Ailleann ehrlich.
Ganz anders ist es bei Olivia Szachnitowska. Sie interessiert sich schon seit sie laufen kann für Autos. “Mir hat der Friseur-Stand zwar auch gefallen, aber ich überlege, ob ich nicht doch eine Ausbildung zur Elektronikerin oder Mechatronikerin mache. Ich schraube schon immer gerne.” Der Berufsparcours hat sie in dieser Idee noch mehr bestärkt. “Ich fand die Elektromontage mit dem Isolieren von Kabeln richtig interessant,” sagt sie, bevor sie auf den Bagger steigt. Der steht nämlich vor der Fritz-Mannherz-Halle. Jeder Schüler darf mal testen, einen Baumstamm hochzuheben. Auch keine leichte Aufgabe wie Stephanie Löffler aus Reilingen merkt, die sich aber sehr gut schlägt – genauso wie beim Lockenwickeln. “Leider gab es nichts mit Tieren, aber so konnte ich mal in den Friseur-Beruf reinschnuppern”, so die Achtklässlerin.

Schüler fürs Handwerk begeistern

“Wir wollen die Schüler wieder mehr ans Handwerk heranführen, denn sie haben sich von diesen Berufen etwas entfernt”, spricht Kurt Heißwolf die momentane Situation an. “Die jungen Leute streben nach höherer Schulbildung”, erklärt Rektor Falk Freise. “Früher gingen nach dem Abschluss 50 Prozent der Schüler in eine Ausbildung, heute sind es vielleicht noch zehn Prozent.” Dies sei ein Grund, warum die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage bei Ausbildungsplätzen immer größer wird. Aber auch die Ansprüche der Betriebe seien gestiegen, meint er. An der Qualität der schulischen Bildung liege es jedenfalls nicht, dass manche Absolventen keine Ausbildung bekommen. “Wir haben nie negative Rückmeldungen über unsere Schüler erhalten – nicht nach Praktika und auch nicht nach der Schule, wenn sie in der Ausbildung sind.”
Und die sechs Betriebe aus Reilingen und Neulußheim, die sich und ihre Arbeit in der Fritz-Mannherz-Halle vorgestellt haben, sind mit den Schüler zufrieden. Mit dabei waren: Hopf-Pietätsartikel, Hairstore Eva , Landschaftsgärtner Beier, Stanz- und Erodiertechnik Hoffmann, Achat-Hotel, Einrichtungshaus Ehrmann und Dachdeckerei und Holzbau Marquetant.

“Ihr habt eine Schule zum Wohlfühlen”


Verleihung des BoriS-Berufswahlsiegels Baden-Württemberg an die Leimbachtalschule Dielheim

„Wir lernen nicht für die Schule, sondern für das Leben“, kommentierte Bürgermeister Hans-Dieter Weis die neuerliche Verleihung des BoriS- Berufswahlsiegels Baden-Württemberg an die Leimbachtalschule in Dielheim. Mit den unterschiedlichsten Projekten und einem praxisnahen Training seien die Schüler für den Berufseinstieg fit gemacht worden. In diesem Zusammenhang wies Weis auf den Bau des Sportparks als generationenübergreifendes Projekt hin, der auch für den Schulsportunterricht ganz neue Möglichkeiten eröffne. Außerdem stehe die nächste Großinvestition, die Generalsanierung der Schule, schon vor der Tür. Wie bei der Berufsvorbereitung müssten auch hier alle Beteiligten gut zusammenarbeiten.
Übergeben wurde die Urkunde von Claudia Orth, Leiterin des Geschäftsbereichs Berufliche Bildung bei der Handwerkskammer Mannheim. Sie gratulierte dem ganzen Kollegium und der Gemeinde. Es sei nicht einfach gewesen, das Siegel ein zweites Mal zu erhalten, denn die Schule habe gegenüber dem ersten Mal deutliche Fortschritte nachweisen müssen. Dies sei nur zu realisieren, wenn Schulleitung, Lehrer und Eltern an einem Strang ziehen. „Ihr habt eine Schule zum Wohlfühlen“, meinte sie an die Adresse der Schüler. Diese durften in der Leimbachhalle die Auszeichnung miterleben und anschließend ihre Mannschaften beim schulinternen Fußball-Turnier anfeuern. Großen Anklang fand bei ihnen das Rahmenprogramm, das die Tanz-AG mit modernem Tanz und die Klasse 4a mit einer Akrobatik-Show gestalteten.
Mit dem BoriS-Berufswahlsiegel wurden in diesem Jahr weiterführende Schulen in Baden-Württemberg zum fünften Mal ausgezeichnet, die ihre Schüler bei der Wahl eines Berufs oder Studiums in besonderer Weise unterstützen. Eine unabhängige Jury aus Vertretern von Unternehmen, Schulen und Kammern hatte die Bewerbungen anhand eines einheitlichen Kriterienkataloges beurteilt. Unter anderem wurde bewertet, wie gut arbeitsweltbezogene Themen in den Unterricht integriert werden, Schüler zu Informationen über Arbeitswelt und Studium kommen, Schlüsselkompetenzen wie Konflikt- und Verantwortungsfähigkeit geschult, Erfahrungen in der Praxis aufgearbeitet und externe Partner eingebunden werden.
Die Leimbachtalschule ist eine von neun Schulen der Rhein-Neckar-Odenwald- Region, die bereits zum zweiten Mal mit dem Siegel ausgezeichnet wurden. Wie die RNZ von Fachbereichsleiter Björn Jurk erfuhr, kam es in diesem Zusammenhang in der Schule in den letzten drei Jahren zu einer ganzen Reihe von Neuerungen. So wurde das Thema Berufsorientierung in allen Wahlpflichtfächern behandelt und den Klassenlehrern eine Materialsammlung zum „Girls Day/Boys Day“ an die Hand gegeben. Jede Klasse erhielt zusätzliche Stunden, um berufsbezogene Themen in Projekten bearbeiten zu können. Außerdem wurde eine Qualitätssicherung durch den Fachbereichsleiter und den Schulleiter eingeführt.
Durch Einbeziehung externer Fachleute von der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer wurden in den achten und neunten Klassen die Vor- und Nachbereitung der Berufspraktika vertieft. Auszubildende und betriebliche Ausbilder der Kooperationspartner Heidelberger Druckmaschinen, Ikea, KSGleitlager und Eckertsberg-Kindergarten gaben Einblick in den Berufsalltag „aus erster Hand“ und seit zwei Jahren können die Schüler der siebten Klassen das halbtägige „Mittwochspraktikum“ in den genannten Betrieben besuchen, um dort über einen längeren Zeitraum arbeitsweltbezogene Erfahrungen zu sammeln. Die meisten nutzen dieses Angebot in beiden Schulhalbjahren. Zudem wird seit Jahren ein Berufeparcours in der Kulturhalle durchgeführt, in dem die Schüler ihre handwerklichen Fähigkeiten an praktischen Aufgaben testen. Dieser hat inzwischen so großen Anklang gefunden, dass sich benachbarte Schulen angeschlossen haben oder sich bei dessen Neueinrichtung beraten lassen. Bei allen Maßnahmen spielt die persönliche Beratung eine ganz große Rolle, die nicht nur von den Klassenlehrern, sondern auch vom Fachbereichsleiter für Berufsorientierung geleistet wird.

Von:Anton Ottmann, RNZ vom 30.07.2012

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags mit Heidelberger Druckmaschinen AG


Unterzeichnung des Kooperationsvertrags mit Heidelberger Druckmaschinen AG

Dielheim 27.03.2007. Grund zum Feiern hatte dieser Tage die Leimbachtalschule Dielheim. Denn angesichts der drohenden Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen ist es besonders erfreulich, wenn es einer Schule gelingt, ein Weltunternehmen wie die Heidelberger Druckmaschinen AG ( HDM ) für die Berufsfindung ihrer Absolventen mit ins Boot zu holen.

Im festlichen Rahmen wurde deshalb am vergangenen Dienstag in der Aula der Schule der Kooperationsvertrag zwischen Schule und HDM unterzeichnet. „In der Absicht, ihn dauerhaft umzusetzen“, wie Rektor Patrick Merz in seiner Begrüßung sagte. Seit 2004 bestehe bereits eine Zusammenarbeit zwischen seiner Schule und HDM, von der die Schüler auf verschiedenen Weise profitierten: „Sie machen Erfahrungen mit einem Betrieb vor Ort, nutzen das Können der dortigen Azubis und haben sogar Gelegenheit, selbst ein Werkstück herzustellen.“ Hauptschüler, Lehrkräfte und Gäste, darunter auch der stellvertretende Leiter des Staatlichen Schulamts Fred Wingerter, konnten sich bei der Feierstunde gleich selbst ein Bild vom Ergebnis machen. Denn die Schüler Max Meister, Sascha Ottmann, Jörg Czotscher und Timo Kapolnek die zuletzt bei HDM waren, präsentierten stolz ihr Werk: Ein Gehäuse für die schuleigene Tischfräsmaschine. HDM hatte das Material und gleich noch einen fahrbaren Untersatz für das Gerät gestiftet. Dank des von den Schülern gebauten Gehäuses kann nun im Werkunterricht ohne Belästigung durch Staub und Schmutz gearbeitet werden. Schulleiter Merz dankte allen am Projekt Beteiligten, namentlich auch dem betreuenden Lehrer, Björn Jurg, und natürlich auch den Ausbildungsleitern, Ausbildern und Azubis von HDM, die bei der Feier anwesend waren.

Werner Bader, der Leiter der beruflichen Bildung beim weltgrößten Hersteller für Druckmaschinen, sagte dazu: „Wir nehmen durch diese Kooperation mit Schulen unsere soziale Verantwortung wahr. Außerdem wollen wir das Interesse der Schülerinnen und Schüler für Technik wecken. Das hier vorgestellte Werkstück zeigt beispielhaft den gesamten Arbeitsprozess eines Industrieunternehmens.“ Bader wünschte der Schule viel Erfolg bei der Kooperation mit seinem Unternehmen und unterzeichnete anschließend mit Rektor Merz den Kooperationsvertrag. Bürgermeister Hans-Dieter Weis freute sich über den Vertragsabschluss und wies drauf hin, dass die Gemeinde ebenfalls das Ihrige zur Vorbereitung auf den Berufseinstieg der Schüler beitrage, indem sie die notwendige Infrastruktur liefere: „Wir werden im nächsten Jahr mit der Schulhaus-Erweiterung beginnen“.

Die Feier wurde umrahmt von zwei flotten Tänzen der schuleigenen Tanz-AG, und im Anschluss standen die Ausbildungs – Experten von HDM noch für weitere Auskünfte zur Verfügung.

G. Zielbauern, ein weiterer Baustein und er könne jeden Schritt in diese Richtung nur unterstützen.